In Australien verpassten beide HRT-Piloten die Qualifikation für das Rennen. Sowohl Pedro de la Rosa als auch Narain Karthikeyan gelang es in Q1 nicht, innerhalb der zulässigen 107-Prozent-Schwelle der schnellsten Rundenzeit zu bleiben. Doch die Fahrer sind zuversichtlich, dass sich der Super-GAU in Malaysia nicht wiederholen wird. "Wir werden uns qualifizieren", stellte Karthikeyan klar, und auch sein spanischer Teamkollege gab sich einen Tag vor dem Qualifying optimistisch.

In den Trainingssessions zumindest stellten die ominösen 107 Prozent kein Problem dar. Gemessen an den Zeiten des Freien Trainings, wären beide Piloten im Rennen dabei - für de la Rosa keine Überraschung. "Wir haben erwartet, dass wir innerhalb der 107 Prozent liegen, wenn DRS und die anderen neuen Parts funktionieren", sagte der spanische Routinier. "Allerdings sollten wir die Sache nicht zu selbstbewusst angehen, wir wissen nicht, mit wie viel Benzin die anderen Teams unterwegs waren."

Doch am Horizont zeichnen sich bereits neue Probleme für den spanischen Rennstall ab. Die Qualifikation für das Rennen heißt nämlich noch lange nicht, dass die HRT-Boliden den Grand Prix auch beenden. Das meiste Kopfzerbrechen macht Fahrern und Verantwortlichen die Kühlung des F112, auf die im Glutofen von Malaysia der erste richtige Härtetest wartet.

De la Rosa ließ sich seine Zuversicht nicht nehmen. "Nein", antwortete er auf die Frage, ob es zu viel verlangt sei, dass HRT den Grand Prix am Sonntag beendet. "Wir hatten heute keinerlei Probleme. Die Temperaturen waren auf der Strecke in Ordnung." Dass es eine Zitterpartie bis zur letzten der 56 Runden auf dem Sepang International Circuit geben wird, darüber ist sich offenbar auch der Spanier im Klaren. "Wir haben keinen großen Spielraum, aber wir können so viele Runden fahren, wie wir wollen", sagte er. "Wenn wir stehen, bekommen wir Probleme, doch solange wir fahren, ist alles In Ordnung."