Trotz der schwachen Resultate bei den Testfahrten geht Ferrari-Pilot Fernando Alonso optimistisch in die neue Saison und warnt davor, das italienische Team bereits frühzeitig abzuschreiben. Allerdings weiß der Spanier, dass vor dem Team noch einiges an Arbeit liege, um das neue Auto zu verstehen.
"Der neue Wagen verfügt über einige Eigenschaften, die schwierig zu verstehen sind und wir befinden uns noch nicht dort, wo wir sein wollen", sagte Alonso. "Wir alle machen den Job allerdings schon viele Jahre und bevor wir in Australien nicht unter Wettkampfbedingungen gefahren sind, weiß niemand so wirklich, wo wir im Vergleich zu den anderen Teams stehen."
Damit reagierte Alonso auf die Aussagen von Ferraris technischem Direktor Pat Fry, der nach dem Abschluss der Wintertestfahrten letzten Sonntag meinte, sein Team sei derzeit nicht dazu in der Lage, auf das Podium zu fahren. "Es gibt so viele Gerüchte, aber niemand kennt die wahren Kräfteverhältnisse. Red Bull konnte am letzten Testtag nur wenige Runden absolvieren und kam auf die schlechteste Zeit aller Teams. Dennoch werden sie als Top-Favorit gehandelt. Wäre das uns passiert, wäre die Hölle los gewesen, aber so hat diesen Umstand niemand wirklich ernst genommen."
Nichtsdestotrotz stellte Alonso klar, dass jedes Teammitglied alles geben müsse, um die Leistung des Autos zu verbessern. "Egal, ob es sich um die Personen handelt, die für die Rückspiegel oder die Kolben zuständig sind. Wir sind ein Team und wollen alle dasselbe", erklärte der Spanier. Auch für Teamchef Stefano Domenicali ist es für Abgesänge auf Ferrari noch zu früh. "Das ist erst der Anfang einer sehr langen Saison und wir wissen, dass es einige Punkte gibt, die wir noch verbessern müssen, vor allem die Zuverlässigkeit und Leistung betreffend. Ich erwarte mir allerdings einige gute Lösungen um zu zeigen, wer wir sind."
Alonso unterstrich auch noch einmal, dass man Testzeiten mit Vorsicht genießen müsse. "Vor zwei Jahren lagen wir bei den letzten Tests in Barcelona hinter Red Bull, McLaren, Sauber und Force India und zwei Wochen später konnten wir in Bahrain einen Doppelsieg feiern. Es kommt nicht darauf an das erste Rennen zu gewinnen, sondern am Ende der Saison vorne zu sein", stellte der Ferrari-Pilot klar.

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