Nachdem Jenson Button im vergangenen Jahr nur knapp einem bewaffneten Überfall in Brasilien entkam, wurden nun Vorkehrungen getroffen, um die Fahrer besser zu schützen. Die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Strecke wurden deshalb deutlich erhöht. Diesmal hatten Jenson Button und Bruno Senna sogar Probleme, an den Leuten vom Sicherheitsdienst vorbei zukommen, und pünktlich zur Pressekonferenz der FIA zu erscheinen.

Button berichtet: "Wir haben den Leuten vom Sicherheitsdienst dann irgendwann gesagt: Wir müssen zur Pressekonferenz, zahlt ihr unsere Strafe?" Rekordweltmeister Michael Schumacher etwa fährt im gepanzerten Fahrzeug mit schusssicheren Reifen an der Rennstrecke vor, während Polizisten die Autos der Grand Prix-Stars auf dem Weg vom Hotel zur Strecke und zurück eskortieren. Ebenfalls aus Sicherheitsgründen wurde die obligatorische Autogrammstunde der Fahrer abgesagt.

Das Red Bull-Duo, Sebastian Vettel und Mark Webber, lässt sich von der alljährlichen Panikmache jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Webber fährt weiterhin wie gewohnt selbst zur Rennstrecke und Vettel erklärt, dass ihm in seinen sechs Jahren in Brasilien bisher ja auch noch nie etwas passiert sei. Eine Änderung nimmt Vettel dann allerdings doch vor: Er zieht seine Teamkleidung aus, bevor er das Fahrerlager verlässt.