Das erste Jahr war ein reiner Kampf ums Überleben und den Anschluss. Im zweiten Jahr sollte letzterer geschafft werden. Doch Lotus, Virgin und HRT kämpfen auch nach anderthalb Jahren in der Königsklasse des Motorsports noch immer mit sich selbst, Geld- und Technikproblemen sowie der großen Herausforderung Formel 1.
Die Teamverantwortlichen sehen das natürlich etwas anders, vor allem bei Lotus sieht das Team sich auf einem guten Weg. Heikki Kovalainen etwa freut sich in jedem Rennen über kleine Fortschritte. "Wir müssen immer noch lernen, aber es kommen definitiv neue Dinge in den nächsten Rennen", verrät der Finne in der neuen Ausgabe des Motorsport-Magazins.
Mit der bisherigen Entwicklung der Grünen zeigt er sich zufrieden. "Als junges und kleines Team, das wir nun einmal sind, hätte ich nicht mehr erwarten können", meint er. Sein bestes Ergebnis in 27 Lotus-Rennen ist Platz 12 in Japan 2010. "Man muss realistisch und geduldig bleiben und versuchen, sich Schritt für Schritt zu verbessern, und dann im nächsten Jahr wieder weiter Anschluss nach vorne finden."
Das gleiche Ziel haben sich Virgin und HRT bereits jetzt auf die Fahnen geschrieben. "Ich glaube, dass es im Moment nur unser realistisches Ziel sein kann, mit Virgin zu kämpfen", sagt HRT-Technikchef Geoff Willis im Motorsport-Magazin. "Sicher soll man sich immer hohe Ziele setzen, aber die Lücke nach vorne ist doch sehr groß."

Graeme Lowdon pflichtet seinem Kollegen bei: "Ich denke, all die kleinen, neuen Teams müssen erkennen, dass es eben sehr schwierig ist, weiter nach vorne zu kommen. Auch bei Lotus hat man sich sicher für dieses Jahr schon mehr erwartet", vergleicht er. Willis bestätigt: "Es wäre schön, wenn es uns gelänge, noch in diesem Jahr einen Teil des Rückstands zu schließen und dann im nächsten Jahr den nächsten Schritt in diese Richtung zu machen."
Bei Virgin ist Lowdon davon überzeugt, dass dies auch in einem vernünftigen finanziellen Rahmen von gut 50 Millionen Jahresbudget möglich sei. Das ginge jedoch nur Schritt für Schritt. "2012 muss die Zielsetzen lauten, es zumindest immer wieder mal ins Q2 zu schaffen", so Lowdon. "Aus eigener Kraft Punkte zu holen – das liegt noch in weiterer Ferne."
Lesen Sie eine ausführliches Analyse der drei neuen Teams Lotus, Virgin und HRT in der aktuellen Ausgabe des Motorsport-Magazins. Das Magazin ist im Handel erhältlich oder gleich online bestellen.

diese Formel 1 Nachricht