Mal wieder hat ein Formel-1-Team ein Regelschlupfloch gefunden. Während die FIA noch Diskussionen um den Einsatz von DRS in Monaco und ein mögliches Verbot des angeblasenen Diffusors führt, hat Ferrari bereits die nächste Baustelle eröffnet: Im Freien Training in Barcelona setzten die Italiener einen neuen Heckflügel ein, dessen höherer Gurney-Flap eine Grauzone im Reglement ausnutzt.

"Wir sind uns dessen bewusst und diskutieren darüber", verriet FIA-Technikchef Charlie Whiting. Die FIA wolle noch vor dem Beginn des 3. Trainings am Samstagvormittag entscheiden, ob Ferrari den fraglichen Heckflügel weiter einsetzen darf.

Das Problem liegt in Artikel 3.10.3 des Technischen Reglements. Darin ist festgelegt, dass die Abstandshalter nicht zur Höhenmessung des Heckflügels eingerechnet werden. Diese so genannten "Slot Gap Separators" werden normalerweise vertikal zwischen den Flügelprofilen angebracht, um den Abstand dazwischen konstant zu halten. Whiting bezeichnet die Ferrari-Lösung als alternative Interpretation. Ob diese legal ist, wolle man noch heute Nacht entscheiden.