KERS und Red Bull ist ein Thema, dass auch nach dem Rennen in Australien für Diskussionsstoff sorgte. Weder Sebastian Vettel noch Mark Webber hatten das Hybridsystem eingesetzt. "Ich sage nicht, dass es nicht im Auto war, aber sie haben es nicht benutzt", erklärte Red Bull-Berater Helmut Marko. Für das Team stellt KERS momentan noch ein Sicherheitsrisiko dar.

"Wie üblich haben wir eine andere Lösung als alle anderen. Diese beinhaltet einen technischen Mehraufwand und jeder Mehraufwand hat ein größeres Ausfallrisiko. Das Risiko wollten wir nicht eingehen", erklärte Marko. Generell sei KERS in Australien für Red Bull und Sebastian Vettel aber nicht nötig gewesen, da Vettel im dritten Sektor sechs Zehntel schneller als alle anderen war.

"D.h. wenn er zweimal optimal aus einer Runde herauskommt, dann hat er eine Sekunde Vorsprung", rechnete Marko vor und fügte hinzu: "Die Kombination schnellster Pilot und schnellstes Auto ist sehr angenehm." Der Erfolg basiere allerdings nicht nur auf einer Person. "Wir sind eine einzigartige Truppe mit Könnern an der Spitze. Gleichzeitig sind wir in der Lage die Ideen von Newey umzusetzen. Insgesamt sind wir 500 Leute - alle zusammen und der Spirit von Red Bull macht den Erfolg aus", erklärte Marko.

Auf den Lorbeeren will sich Red Bull allerdings nicht ausruhen. "Wir haben hier gesehen, dass der Reifenverschleiß deutlich geringer ist und dass man mit gewissen Strategien Positionen gewinnen kann. Das ist sicher streckenspezifisch und in Malaysia wird die Situation aufgrund der hohen Temperaturen wieder anders aussehen", meinte Marko.