Eigentlich hatten sieben Deutsche und ein Schweizer ihren Samstagnachmittag bereits verplant, doch Regen machte ihnen einen Strich durch die Freizeitrechnung. Während sich die Einen vom Wettergott die Laune nicht vermiesen lassen wollten, spiegelte der Gesichtsausdruck der Anderen das Regenwetter wieder. "Ich sage dazu nichts", meinte Sebastien kurz und knapp. Der Schweizer hatte Angst, dass mit jedem weiteren Wort nur ein Schimpfwort folgen würde.

Die Tatsache, dass es aus Eimern goss, nahm Hulk hingegen locker auf. "Es war von Anfang an klar, dass nichts gehen würde. Ich bin da ziemlich offen", sagte er. Anstatt in Wut und Mitleid zu versinken, schlug er vor, das Wetter auszunutzen und ein Wettrennen mit selbstgebauten Schiffen zu veranstalten. Sebastian hielt es für eine gute Idee und sah bereits für sein Schiffchen die ideale Linie zum Sieg.
"Das ganze Wasser muss ja irgendwohin abfließen. Schau mer mal", meinte Sebastian. Adrian war diese Linie zwar nicht aufgefallen, dennoch versuchte er sein Bestes. "Ich versuche mich zu konzentrieren. Es gibt immer eine Chance", gab er sich kämpferisch. Timo konnte der Vorschlag vom Schiffchen-Wettrennen ebenfalls überzeugen. Doch als sein selbst gebasteltes Bötchen hinterherschwamm, hatte er bald die Nase voll. "Es war echt schwierig, weil soviel Wasser auf der Strecke war und überall ganze Flüsse waren", schob er die Schuld den Bedingungen zu. Nick hingegen forderten die schwierigen Bedingungen zum Grübeln heraus.

"Wir können zwar die Bodenfreiheit erhöhen, damit wir nicht mit dem Unterboden aufschwimmen, aber ab einer gewissen Wassermenge schwimmen eben die Reifen auf, weil sie das Wasser nicht mehr verdrängen können", sinnierte Nick. Michael hingegen hatte keine Lust bei dem Sauwetter im Freien zu stehen und verzog sich zurück ins Hotel. "Es war ein Spaß, denn wir hatten alle einen freien Nachmittag und spielten Fußball im Hotel", erzählte Schumacher, der seinen Kumpel Nico ebenfalls überzeugen konnte, trockenes Fußballspielen dem nassen Schiffchen-Wettrennen vorzuziehen.



diese Formel 1 Kolumne