Vor einem Jahr durfte Jaime Alguersuari als Nachfolger von Sebastien Bourdais in Ungarn sein Formel-1-Debüt geben, jetzt geht es wieder an den Hungaroring. Am besten kann sich der Spanier noch daran erinnern, dass er damals ins Ziel kam, denn das war bis dahin das Schwierigste, was er je hinter sich gebracht hatte. "Es hat Spaß gemacht, denn ich kümmerte mich nicht um Rundenzeiten oder meine Position, ich fuhr einfach das Auto. Es war ein tolles Wochenende und ich hatte nicht erwartet, das Rennen zu beenden, da der Hungaroring physisch sehr anstrengend ist, es keine langen Geraden und viele Kurven gibt und man kaum durchatmen kann."

Denn vor einem Jahr war Alguersuari aufgrund seiner plötzlichen Berufung zum Einsatzfahrer körperlich noch nicht ganz bereit dafür, ein Formel-1-Fahrer zu sein. Alleine deswegen freut er sich darauf, wieder nach Ungarn zu kommen, denn nachdem er voriges Jahr unerfahren dort herumtappte, kann er sich die Strecke diesmal mit einem ganz anderen Blickwinkel einverleiben.

Wellig und spaßig

Sebastien Buemi konnte voriges Jahr schon etwas genauer auf die Feinheiten des Hungarorings achten und er empfand den Kurs wie eine Art Monaco, nur ohne Stadt. Es wird mit viel Abtrieb gefahren, Top Speed ist nicht so wichtig, da es eher darum geht, in den Kurven schnell zu sein. "An der Strecke gibt es eine echte Begeisterung, denn es kommen immer viele Zuschauer und das mögen wir. Außerdem ist die Stadt Budapest fantastisch", meint er. Buemi fährt gerne auf dem Hungaroring, auch wenn der Belag wellig ist und es dadurch anstrengend wird. "Das Rennen macht Spaß, da wir so eine Strecke nur einmal im Jahr haben. Das Racing selbst kann schwierig werden, da es keine lange Gerade gibt und es nur links, rechts, links, rechts geht und man sich an kein Auto ansaugen kann, um vorbeizukommen."

Um die Fans noch ein wenig besser mit Ungarn vertraut zu machen, hat Toro Rosso auch noch ein recht informatives Video auf YouTube herausgesucht. Nach Meinung des Teams hat es alles, was eine Vorschau braucht: Informationen über das Land, Notizen zur Geografie und Geschichte, Witz und eine attraktive Blondine (je nach Geschmack zumindest).