Rund drei Zehntelsekunden trennten Bruno Senna im Qualifying am Hockenheimring davon, zweitbester Fahrer in einem Neulings-Team zu sein. Angesichts der nicht immer unholprigen Geschichte von HRT doch ein guter Auftritt, so sah es auch Senna: "Es fühlt sich wie ein wirklich gutes Qualifying für uns an und wir waren näher an der Konkurrenz als gedacht. Meine Runde war beinahe perfekt, da ich meine besten Sektorzeiten miteinander verbinden konnte. Ich denke, das war eine meiner besten Qualifying-Runden dieses Jahr, also bin ich recht zufrieden", erklärte der Brasilianer.

Dem positiven Eindruck konnte Teamchef Colin Kolles durchaus zustimmen und meinte, Senna habe sein bestes Qualifying der Saison gezeigt. Was Sakon Yamamotos eher großen Rückstand auf das fahrende Feld betraf, so sagte Kolles: "Sakon Yamamoto hat von gestern gelernt und konnte seine Leistung verbessern. Leider hatte er ein Schaltproblem, das untersucht werden wird. Wir konnten zu den anderen neuen Teams aufschließen und sind zuversichtlich, morgen auch gegen sie zu fahren."

Yamamoto selbst sah eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Qualifying in Silverstone, wo er das erste Mal seit langer Zeit wieder im Zeittraining der Formel 1 mitgemischt hatte. Das Schaltproblem habe ihm aber seine schnellste Runde zunichte gemacht, klagte auch er. "Während des Rennens werden die Wetterbedingungen anders sein und ich werde mein Bestes geben, um wieder ins Ziel zu kommen", sagte der Japaner.