Das Gerücht über Finanzprobleme bei Renault tauchte auf, als die Franzosen bei den gegnerischen Teams angefragt haben, ob man eine Vorschusszahlung von dem Geld aus dem F1-Managament, das normalerweise am Ende des Jahres ausgezahlt wird, bekommen könnte. Logischerweise gingen danach viele davon aus, dass der Rennstall in finanziellen Schwierigkeiten steckt, was seitens Renaults dementiert wird.

Die Franzosen behaupten, das Geld zu benötigen, um am diesjährigen R30 extra Arbeiten vornehmen zu können und gleichzeitig am 2011er Auto zu entwickeln. Auf finanzieller Seite habe man gerade einen Sponsordeal abgeschlossen, die Zahlungen würden aber erst im September erfolgen. "Wir haben einen Sponsorvertrag über 10 Millionen Euro unterzeichnet und einen Weiteren über 3 Millionen Euro", verriet Renault-Teamchef Eric Boullier gegenüber Autosport.

Es ist unser Geld

Doch Renault brauche aktuell Cash. "Mein Job ist es zu pushen und im Juli habe ich grünes Licht bekommen, um noch härter die Entwicklung des R30 zu pushen. Denn wir wollen versuchen, Mercedes GP zu schlagen. Gleichzeitig müssen wir mit der Entwicklung des R31 beginnen", erklärte Boullier. "Ich kann nicht bis September warten, denn ich kann keine zwei Monate verschwenden."

Auf die Idee, das FOM-Geld zu benutzen, habe ihn Bernie Ecclestone gebracht. Doch um an das Geld vorzeitig heranzukommen, braucht Renault die Zustimmung aller Teams. "Es ist unser Geld und es steht im Concorde Agreement, dass wir das tun dürfen. Aber ich denke, dass einige Teams nein sagen werden, denn sie wollen nicht, dass wir mit der Entwicklung des R31 beginnen. Daher müssen wir eine andere Lösung finden", sagte Boullier.