Viel wurde vor dem Rennwochenende in Hockenheim über die Reifenwahl von Bridgestone gesprochen. Die Japaner entschieden sich zum ersten Mal für die superweichen und die harten Reifen - also die beiden Extreme in ihrem Sortiment.
"Der Unterschied beträgt im Qualifying eine Sekunde", erklärt Bridgestone-Motorsportchef Hirohide Hamashima. Der Grund: "Der harte Reifen braucht länger, um auf Temperatur zu kommen. Einige Teams benötigten dafür fünf Runden." Im Qualifying müssen sie jedoch innerhalb von maximal drei Runden in Fahrt kommen.
Der Reifenabbau war am Freitag noch nicht so stark, weil die Fahrer laut Hamashima nicht zu sehr attackierten. "Nur einige haben mit dem superweichen Reifen angegriffen und hatten danach auf Long Runs einen hohen Reifenverschleiß." Dann stiegen die Rundenzeiten teilweise um fünf bis acht Sekunden auf einer halben Renndistanz.
Hamashima erklärt: "Wenn man am Anfang mit wenig Sprit sehr behutsam mit den superweichen Reifen umgeht, kann man sehr lange damit fahren, aber wenn man mit wenig Sprit angreift, kann man sie während des Rennens nicht nutzen."
Somit erscheint die Nutzung der superweichen Reifen im Q3 gleich aus zwei Gründen unwahrscheinlich: Sie kommen zu langsam auf Temperatur und sie nutzen sie zu stark ab, wenn man sofort auf neuen Reifen attackiert. "Dann hat man Probleme mit starkem Reifenabbau und wir erleben vielleicht ähnliche Bedingungen wie in Kanada."



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