Der Brasilianer Felipe Massa lag am Freitag in Hockenheim konstant in den Top Drei. Bei nassen Bedingungen am Vormittag fuhr der Ferrari-Pilot noch zu Rang zwei hinter Adrian Sutil, am Nachmittag, als es auftrocknete, holte sich der 29-jährige Platz drei hinter seinem Teamkollegen Fernando Alonso an der Spitze und Sebastian Vettel auf zwei. Dabei verlor er nur knapp zwei Zehntel auf den Ferrari ganz vorn.
"Ein guter Start in das Wochenende hier in Hockenheim", fasste Massa den Tag zusammen. "Aber es ist noch viel zu früh um sagen zu können, wo wir, verglichen zu unseren Hauptkonkurrenten, stehen. Die wechselhaften Witterungsbedingungen werden eine wichtige Rolle spielen und wir müssen so gut wie möglich vorbereitet sein, um diese verschiedenen Szenarien zu bewältigen."
Wie diese Szenarien aussehen könnten, zeigte Massa Beispielhaft auf. "Zum Beispiel, wenn das Qualifying im Nassen stattfindet und das Rennen im Trockenen", nannte der Brasilianer einen möglichen Fall. Das wichtigste dabei sei es zu verstehen, wie sich die Reifen verhalten würden. "Die weichen sind ziemlich gut, aber die harten sind für diese Strecke definitiv zu hart."
Ähnlich wie beim Mercedes-Team erhielten auch die Roten heute einige Updates für ihren Ferrari-Renner. "Die neuesten Verbesserungen des F10 scheinen gut zu funktionieren und bestätigen die Fortschritte, die am Auto gemacht werden."
Etwas wollte Massa am Abend auch noch los werden. "Ich möchte die Gelegenheit nutzen und Sauber zu seinen 20 Jahren im Rennsport gratulieren! Ich begann meine Formel 1-Karriere bei ihnen und ich hoffe wirklich, dass sie noch lange in diesem Sport bleiben", hatte der Brasilianer ein paar warme und ehrliche Worte übrig.
Domenicali hält Red Bull weiter für schnellstes Auto
Alonso mit der Freitagsbestzeit und Massa mit Rang drei wäre normalerweise ein guter Einstand in ein Grand Prix-Wochenende. Doch Teamchef Stefano Domenicali weiß, dass das im Falle von Hockenheim heute nicht viel zu bedeuten hat. "Normalerweise ist es immer sehr gut, so in ein Rennwochenende zu starten, aber wir sind uns absolut bewusst, dass die heutigen Resultate bedeutungsloser als normal sind", sagte er. "Weiterhin haben wir unsere Fahrer bei den letzten zwei Rennen am Freitagnachmittag an der Spitze gesehen, aber jeder weiß, wie es letztendlich ausging…"
"Aber den Abglauben einmal beiseite", fuhr Domenicali fort, "wir wollten unser geplantes Programm durchziehen und das haben wir trotz des Wetters getan. Jetzt müssen wir auf das Qualifying hin arbeiten, welches ich als ein sehr enges erwarte, und dann auf das Rennen. Von dem her, was wir bisher gesehen haben, ist Red Bull noch immer das schnellste Auto, aber wir sind konkurrenzfähig."

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