Als McLaren Jenson Button als Teamkollegen von Lewis Hamilton verpflichtete, waren sich viele Experten und die britischen Medien einig, dass ein Zwist vorprogrammiert sei. Doch statt den beiden McLaren-Piloten schossen sich Mark Webber und Sebastian Vettel in Istanbul von der Strecke. Währenddessen führen Hamilton und Button die Fahrerwertung an und auch McLaren liegt in der Konstrukteurswertung in Front.

Doch Mark Webber glaubt nicht, dass es diese Eintracht bei McLaren noch lange geben wird. "Es ist nicht einfach eine harmonische Beziehung zu haben, wenn dein Teamkollege ganz klar auch dein Rivale ist", sagte der Australier gegenüber Reuters. "Bei McLaren ist das eindeutig der Fall. Beide arbeiten hart und kämpfen auf der Strecke hart. Wenn man andauernd vorne fährt, dann ist es unvermeidbar, dass es kracht."

Kein Hass, nur Rivalität

Zwar wolle er ausgerechnet beim Heimrennen der beiden McLaren-Piloten in Silverstone nicht die Schlagzeile lesen, dass sie sich gegenseitig von der Strecke gerammt haben, aber es sei durchaus möglich. "Beide Piloten sind hungrig und wollen gewinnen. Wenn es mir egal wäre und es keinen Wettbewerg gebe, dann würde ich mit Vettel umgehen als wäre er ein Haus, das in Flammen steht", sagte Webber. Red Bull-Teamchef Christian Horner ist der gleichen Meinung wie der Australier.

"Jeder, der glaubt, dass Lewis und Jenson sich nicht gegenseitig bis ans Limit pushen, der macht einen Fehler. In diesem Sport ist es unvermeidbar, dass man den Anderen pusht und wenn einmal ein kleiner Unfall passiert, dann ist es vorbei mit der Eintracht bei McLaren. Davon bin ich überzeugt", meinte Horner. Webber fügte hinzu, dass eine Rivalität wie zwischen ihm und Vettel nur natürlich sei. "Wenn Sebastian im Meer zu ertrinken droht, dann würde ich ihm helfen. Wir hassen einander nicht", so Webber.