Vitaly, Dein Kanada-Wochenende war ein durchwachsenes. Welche Lehren hast Du daraus gezogen?
Vitaly Petrov: Zunächst einmal weiß ich natürlich, dass mir während des Rennens Fehler unterlaufen sind. Beim Start bin ich zuviel Risiko eingegangen, als ich das Gras neben der Strecke in meine Linie mit einbezog. Das zahlte sich leider nicht aus, stattdessen erhielt ich eine Durchfahrtsstrafe. Trotzdem war es wichtig, das Rennen zu beenden und weitere Informationen zu sammeln - vor allem über den Umgang mit den Reifen in unterschiedlichen Bedingungen. Diese Erfahrungen werden mir in Zukunft helfen, in bestimmten Situationen besser zu reagieren. Das schlechte Ergebnis von Montreal liegt hinter mir, ich konzentriere mich auf die bevorstehenden Aufgaben.

Die Strecke in Valencia kennst Du noch aus deiner Zeit in der GP2. In der vergangenen Saison hast Du auf diesem Kurs sogar gewonnen.
Vitaly Petrov: Ja, ich habe nicht nur wegen meines Sieges gute Erinnerungen an Valencia. Ich kenne die Strecke in- und auswendig in puncto Bremspunkte, Ideallinie, welche Kerbs du problemlos überfahren kannst und wie sich die Reifen im Rennverlauf verhalten werden. Natürlich wird sich das in einem Formel 1 alles etwas anders darstellen. Deshalb ist es für mich immer noch eine Herausforderung, über das gesamte Wochenende eine gute Vorstellung abzuliefern. Aber meine Ausgangslage wird besser sein als in Kanada.

Wie lauten Deine Ziele für das kommende Wochenende?
Vitaly Petrov: Ich ziehe es vor, auf dem Boden zu bleiben und mich auf meine Aufgaben zu konzentrieren, anstatt konkrete Ziele zu formulieren. Ich denke, uns steht ein interessantes Rennen bevor. Wir werden einige neue Komponenten am Renault R30 einsetzen. Ich bin gespannt, wie sehr sich der Wagen dadurch verbessert und ob ich meinen Fahrstil anpassen muss. In Montreal waren die Force India sehr schnell. Wir müssen sehen, dass wir sie schlagen können. Darüber hinaus genießt der Zweikampf mit Mercedes aktuell höchste Priorität für unser Team.