Am Ende des Tages sind alle Rennstrecken eine Herausforderung für die Piloten, so Lewis Hamilton. Doch Straßenkurse oder die solchen ähneln wie Montreal reizen die F1-Piloten allerdings noch eine Spur mehr. "Ich denke, viele von uns mögen Straßenkurse, weil sie keinen Platz für Fehler lassen. Montreal zählt zu den älteren Kursen, die noch Charakter haben. Hier kann man sehr nah an den Wänden fahren und der Faktor Gefahr macht alles noch aufregender", erklärte Hamilton.

Auch Robert Kubica zählt zu den Straßenkurs-Fans. 2007 erlebte der Pole in Montreal allerdings einen Horrorcrash, weshalb ihm neben dem Spaßfaktor auch der Sicherheitsfaktor am Herzen liegt. "Ich bin ein großer Fan von Straßenkursen, aber ich bin auch ein Fan von Sicherheit. Da muss eine Balance herrschen", betonte der Renault-Pilot. Neben Montreal sei Suzuka ebenfalls eine Strecke, die wenig Auslaufzonen bietet und daher gefährlicher ist als die neuen Strecken wie Istanbul, die über weite Auslaufzonen verfügen.

Balance herrschen

"Ich denke, es besteht die Möglichkeit, dass eine Strecke herausfordernd und gleichzeitig sicher ist. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun", meinte Lucas di Grassi. Für Nico Rosberg ist es ein entscheidender Sicherheitsfaktor, dass die Auslaufzonen asphaltiert wurden. "In der Kurve acht in der Türkei sind viele Piloten von der Strecke abgekommen. Wenn da Sand wäre und die Streckenbegrenzung sehr nahe, dann hätten wir massive Unfälle vergangenes Wochenende gesehen", meinte der Deutsche.

"Wenn wir eine Kurve acht in Monaco hätten, dann wäre das nicht so schön. Ich liebe Straßenkurse, aber ich fahre auch gern auf Strecken wie Türkei. Entscheidend ist die Sicherheit wie Robert bereits gesagt hat", fügte Felipe Massa hinzu. Noch immer hat der Ferrari-Pilot seinen schweren Unfall im Vorjahr in Ungarn in Erinnerung. "Es ist wichtig, dass wir sichere Autos und sichere Helme haben. Nur so können wir hier sitzen und über das nächste Rennen sprechen", erklärte der Brasilianer.