Die Teamduelle zum Italien GPNach jedem Rennen liefert Motorsport-Magazin.com 2021 wieder den Statistik-Vergleich zwischen allen Teamkollegen. Wer gibt im Qualifying den Ton an, wer ist im Rennen stärker? Alle Teamduelle aufgeschlüsselt.
Für die Berechnung des durchschnittlichen Rückstandes im Qualifying werden alle gemeinsamen Segmente herangezogen.
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Die Teamduelle zum Italien GP
Nach jedem Rennen liefert Motorsport-Magazin.com 2021 wieder den Statistik-Vergleich zwischen allen Teamkollegen. Wer gibt im Qualifying den Ton an, wer ist im Rennen stärker? Alle Teamduelle aufgeschlüsselt.Für die Berechnung des durchschnittlichen Rückstandes im Qualifying werden alle gemeinsamen Segmente herangezogen.

McLaren: Lando Norris war diesmal im Qualifying wieder schneller, aber nur knapp. Daniel Ricciardo agierte das ganze Wochenende hier auf Augenhöhe, und bewies im Sprint und im Rennen, dass er es noch kann. Eine kontrollierte Siegesfahrt wurde aber direkt hinter ihm von Norris gedeckt, der nur aufgrund eines schlechteren Sprint-Starts sich mit P2 zufrieden geben musste.
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McLaren:
Lando Norris war diesmal im Qualifying wieder schneller, aber nur knapp. Daniel Ricciardo agierte das ganze Wochenende hier auf Augenhöhe, und bewies im Sprint und im Rennen, dass er es noch kann. Eine kontrollierte Siegesfahrt wurde aber direkt hinter ihm von Norris gedeckt, der nur aufgrund eines schlechteren Sprint-Starts sich mit P2 zufrieden geben musste.

Mercedes: Lewis Hamilton hatte in Monza das stärkste Auto, aber nichts zum Herzeigen. Im Qualifying schaffte er es trotz Windschatten-Hilfe nicht auf die Pole. Im Sprint-Qualifying fiel er nach einem schlechten Start aus den Top-3, und im Rennen kollidierte er mit Max Verstappen und blieb punktelos. Valtteri Bottas hingegen fuhr ein fast perfektes Wochenende, das ihm von einer Motorenstrafe zunichte gemacht wurde: Pole, Sieg im Sprint, und trotz der Strafe ein sensationelles Comeback von P19 auf P3.
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Mercedes:
Lewis Hamilton hatte in Monza das stärkste Auto, aber nichts zum Herzeigen. Im Qualifying schaffte er es trotz Windschatten-Hilfe nicht auf die Pole. Im Sprint-Qualifying fiel er nach einem schlechten Start aus den Top-3, und im Rennen kollidierte er mit Max Verstappen und blieb punktelos. Valtteri Bottas hingegen fuhr ein fast perfektes Wochenende, das ihm von einer Motorenstrafe zunichte gemacht wurde: Pole, Sieg im Sprint, und trotz der Strafe ein sensationelles Comeback von P19 auf P3.

Ferrari: Charles Leclerc fuhr am Sonntag ein sensationelles Rennen, nachdem er im Qualifying noch nicht die perfekte Runde hinbekommen hatte. Aber danach hielt er durchwegs zumindest Anschluss an die McLaren-Pace und sprach danach von einem seiner besten Rennen. Carlos Sainz war im Qualifying schneller, kämpfte aber das ganze Wochenende mit einem neutralen Ferrari, den er im 2. Training in die Mauer stopfte. Danach war das Vertrauen dahin, er kam nicht wieder auf Touren.
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Ferrari:
Charles Leclerc fuhr am Sonntag ein sensationelles Rennen, nachdem er im Qualifying noch nicht die perfekte Runde hinbekommen hatte. Aber danach hielt er durchwegs zumindest Anschluss an die McLaren-Pace und sprach danach von einem seiner besten Rennen. Carlos Sainz war im Qualifying schneller, kämpfte aber das ganze Wochenende mit einem neutralen Ferrari, den er im 2. Training in die Mauer stopfte. Danach war das Vertrauen dahin, er kam nicht wieder auf Touren.

Red Bull: Max Verstappen und Sergio Perez hatten mit einem Red Bull zu kämpfen, der nie gut zu Monza passte. Viel Downforce kam weg, trotzdem fehlten Topspeed. Verstappen bekam Windschattenhilfe für Startplatz 3, Perez musste sich dafür opfern. Im Rennen agierte er gegen WM-Gegner Hamilton zwei Mal extrem aggressiv, was beim zweiten Mal im Crash endete. Perez profitierte und kämpfte sich vor auf P3. Allerdings mit einem Abkürzen bei einem Überholmanöver, die Strafe warf ihn wieder zurück auf P5.
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Red Bull:
Max Verstappen und Sergio Perez hatten mit einem Red Bull zu kämpfen, der nie gut zu Monza passte. Viel Downforce kam weg, trotzdem fehlten Topspeed. Verstappen bekam Windschattenhilfe für Startplatz 3, Perez musste sich dafür opfern. Im Rennen agierte er gegen WM-Gegner Hamilton zwei Mal extrem aggressiv, was beim zweiten Mal im Crash endete. Perez profitierte und kämpfte sich vor auf P3. Allerdings mit einem Abkürzen bei einem Überholmanöver, die Strafe warf ihn wieder zurück auf P5.

Aston Martin: Sebastian Vettel sah im Qualifying nicht mehr viel Luft nach oben, gestand aber ein bisschen eine zu konservative Herangehensweise im Mittelsektor, die ihm vielleicht die Top-10 eingebracht hätte. Ein Bremsplatten erschwerte eine Aufholjagd im Sprint. Ein guter Start am Sonntag endete nach wenigen Kurven im Infight mit Lance Stroll, von dem er abgedrängt wurde. Während Stroll, im Qualifying noch etwas langsamer, sich dann mit einem guten Rennen auf dem siebten Platz etablierte, kämpfte Vettel für den Rest des Rennens mit leichten Beschädigungen. Von Esteban Ocon in den Notausgang gedrängt zu werden half nicht.
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Aston Martin:
Sebastian Vettel sah im Qualifying nicht mehr viel Luft nach oben, gestand aber ein bisschen eine zu konservative Herangehensweise im Mittelsektor, die ihm vielleicht die Top-10 eingebracht hätte. Ein Bremsplatten erschwerte eine Aufholjagd im Sprint. Ein guter Start am Sonntag endete nach wenigen Kurven im Infight mit Lance Stroll, von dem er abgedrängt wurde. Während Stroll, im Qualifying noch etwas langsamer, sich dann mit einem guten Rennen auf dem siebten Platz etablierte, kämpfte Vettel für den Rest des Rennens mit leichten Beschädigungen. Von Esteban Ocon in den Notausgang gedrängt zu werden half nicht.

Alpine: Fernando Alonso bemängelte ein schwaches Auto und fühlte sich, als ob er an allen drei Tagen das Potenzial maximiert hätte. Viel mehr als P8 wäre wohl wirklich mit dem Alpine hier nicht möglich gewesen. Esteban Ocon war im Qualifying auf Hundertstel dran und unterstrich den Eindruck. Im Rennen bekam er für eine zu aggressive Gangart gegen Sebastian Vettel fünf Strafsekunden, die ihn auf P10 einmauerten, und über die er sich danach hinlänglich beschwerte.
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Alpine:
Fernando Alonso bemängelte ein schwaches Auto und fühlte sich, als ob er an allen drei Tagen das Potenzial maximiert hätte. Viel mehr als P8 wäre wohl wirklich mit dem Alpine hier nicht möglich gewesen. Esteban Ocon war im Qualifying auf Hundertstel dran und unterstrich den Eindruck. Im Rennen bekam er für eine zu aggressive Gangart gegen Sebastian Vettel fünf Strafsekunden, die ihn auf P10 einmauerten, und über die er sich danach hinlänglich beschwerte.

Williams: George Russell blieb das Wochenende über unauffällig, schlug Nicholas Latifi im Qualifying nur knapp und hatte im Sprint mit einem einseitig kollabierten Frontflügel zu kämpfen, was ihn hinter Latifi zurückwarf. Der hielt sich im Rennen auch sehr gut im Mittelfeld-DRS-Zug, doch Russell hatte Glück mit dem Safety Car: Das kam zur richtigen Zeit. Latifi hatte schon gestoppt, er nicht, daher sprang er vor auf P9 und blieb bis zum Ende dort. Latifi ging ein verdienter Punkt durch die Lappen.
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Williams:
George Russell blieb das Wochenende über unauffällig, schlug Nicholas Latifi im Qualifying nur knapp und hatte im Sprint mit einem einseitig kollabierten Frontflügel zu kämpfen, was ihn hinter Latifi zurückwarf. Der hielt sich im Rennen auch sehr gut im Mittelfeld-DRS-Zug, doch Russell hatte Glück mit dem Safety Car: Das kam zur richtigen Zeit. Latifi hatte schon gestoppt, er nicht, daher sprang er vor auf P9 und blieb bis zum Ende dort. Latifi ging ein verdienter Punkt durch die Lappen.

Alfa Romeo: Robert Kubica erledigte seinen zweiten Ersatz-Auftritt mit mäßigem Erfolg. Er bedauerte die wegen dem Wochenendformat verkürzte Trainingszeit und scheiterte im Qualifying sogar an einem Haas. Sein Start im Sprint war erst schlecht, wurde gut, und nach Berührung mit Yuki Tsunoda wieder richtig schlecht. Im Rennen fuhr er dann den Haas davon, dem Rest wieder hinterher. Antonio Giovinazzi lieferte das zweite Wochenende in Folge eine Qualifying-Glanzleistung ab, aber in der ersten Runde ging alles schief, als er Carlos Sainz vor das Auto fuhr und sich in die Wand drehte. Danach war das Rennen gelaufen.
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Alfa Romeo:
Robert Kubica erledigte seinen zweiten Ersatz-Auftritt mit mäßigem Erfolg. Er bedauerte die wegen dem Wochenendformat verkürzte Trainingszeit und scheiterte im Qualifying sogar an einem Haas. Sein Start im Sprint war erst schlecht, wurde gut, und nach Berührung mit Yuki Tsunoda wieder richtig schlecht. Im Rennen fuhr er dann den Haas davon, dem Rest wieder hinterher. Antonio Giovinazzi lieferte das zweite Wochenende in Folge eine Qualifying-Glanzleistung ab, aber in der ersten Runde ging alles schief, als er Carlos Sainz vor das Auto fuhr und sich in die Wand drehte. Danach war das Rennen gelaufen.

Haas: Mick Schumacher war im Qualifying einmal mehr der schnellere, ehe er und Nikita Mazepin sich wieder in interne Querelen verstrickten. Das Duell der im Rennen viel enger beisammen liegenden Haas-Piloten gipfelte in einer Kollision, nachdem sich Schumacher davor einmal schon in einer Schikane grob verschätzt und fast Sebastian Vettel abgeräumt hatte. Mazepin war an der Kollision schuld, bekam eine Strafe, fiel später aus. Schumacher kam weit hinter dem Feld ins Ziel.
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Haas:
Mick Schumacher war im Qualifying einmal mehr der schnellere, ehe er und Nikita Mazepin sich wieder in interne Querelen verstrickten. Das Duell der im Rennen viel enger beisammen liegenden Haas-Piloten gipfelte in einer Kollision, nachdem sich Schumacher davor einmal schon in einer Schikane grob verschätzt und fast Sebastian Vettel abgeräumt hatte. Mazepin war an der Kollision schuld, bekam eine Strafe, fiel später aus. Schumacher kam weit hinter dem Feld ins Ziel.

AlphaTauri: Pierre Gasly quetschte im Qualifying einmal mehr alles aus dem Auto, vergab eine große Chance aber schon am Sprint-Start am Samstag, als er das Tempo ausgangs der ersten Schikane falsch einschätzte und Daniel Ricciardo ins Heck fuhr. Ein technisches Problem beendete seinen Sonntag früh. Yuki Tsunoda sah im Qualifying wie üblich schwach aus, und verlor obendrauf einen Q2-Platz wegen einem Track-Limit-Vergehen. Im Sprint kollidierte er mit Robert Kubica, kämpfte sich aber immerhin zurück zum Ausgangspunkt. Das Rennen konnte er wegen einem Defekt nicht einmal starten.
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AlphaTauri:
Pierre Gasly quetschte im Qualifying einmal mehr alles aus dem Auto, vergab eine große Chance aber schon am Sprint-Start am Samstag, als er das Tempo ausgangs der ersten Schikane falsch einschätzte und Daniel Ricciardo ins Heck fuhr. Ein technisches Problem beendete seinen Sonntag früh. Yuki Tsunoda sah im Qualifying wie üblich schwach aus, und verlor obendrauf einen Q2-Platz wegen einem Track-Limit-Vergehen. Im Sprint kollidierte er mit Robert Kubica, kämpfte sich aber immerhin zurück zum Ausgangspunkt. Das Rennen konnte er wegen einem Defekt nicht einmal starten.