
Die Strecke in Barcelona ist schnell, flüssig und technisch anspruchsvoll. Sie verlangt den Reifen viel ab, nicht zuletzt aufgrund der hohen Temperaturen und der ziemlich rauen Fahrbahnoberfläche.

Dennoch sind es in erster Linie die hohen Belastungen durch die seitlichen Fliehkräfte, die auf dieser Strecke den Abbau der Reifen diktieren. Wie im vergangenen Jahr werden die meisten Teams wohl auf eine Drei-Stopp-Strategie setzen.

Der 4,655 Kilometer lange Kurs hat 16 Kurven, die meisten davon sind Rechtskurven. Dadurch werden insbesondere die linken Reifen belastet.

Im vergangenen Jahr hatte Pirelli die harte und die weiche Mischung nominiert. In diesem Jahr sind die Mischungen insgesamt weicher als in der vergangenen Saison. Daher entspricht der Medium-Slick von 2013 in seinen Eigenschaften weitgehend dem weichen Slick des Vorjahres.

Beim Grand Prix von Spanien 2012 hatten die fünf Bestplatzierten sich ausnahmslos für eine Drei-Stopp-Strategie entschieden. Zudem waren sie alle mit weichen Slicks ins Rennen gestartet. Die beste Platzierung eines Fahrers mit zwei-Stopp-Strategie war Rang acht, nachdem er vom letzten Platz gestartet war.

Das Erfolgsgeheimnis für eine schnelle Rundenzeit in Barcelona besteht darin, den bestmöglichen Kompromiss zwischen aerodynamischem und mechanischem Grip zu finden. Die meisten Teams wählen für die Front ihrer Wagen ein härteres Setup, um ein besseres Einlenkverhalten zu erreichen. Das Heck wird dagegen weicher eingestellt, um die Traktion zu erhöhen.

Die häufig wechselnde Windrichtung ist in Barcelona eine wichtige Variable. Sie beeinflusst im hohen Maß das Setup des Wagens, vor allem in Kurve 1.

Neun der letzten zehn Rennen auf dieser Strecke wurden von der Pole gewonnen. So war es auch 2012. Das Qualifying kann also entscheidend sein. Daher sind die Teams gut beraten, wenn sie den Extra-Satz Reifen im freien Training so einsetzen, dass sie ein möglichst optimales Setup erarbeiten können.
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