Formel 3 EM - Günther holt auf Eriksson auf

Norisring: Günther gewinnt turbulentes Rennen

Prema Powerteam-Pilot Maximilian Günther konnte den ersten Lauf auf dem Norisring für sich entscheiden. Großer Sprung nach vorne in der Meisterschaft.

Motorsport-Magazin.com - In einem spannenden Rennen der FIA Formel-3-Europameisterschaft auf dem 2,3 Kilometer langen Nürnberger Norisring triumphierte Maximilian Günther (Prema Powerteam). Der Deutsche feierte seinen vierten Saisonsieg in der FIA Formel-3-EM und übernahm damit auch die Tabellenführung. Rang zwei ging an Pedro Piquet (Van Amersfoort Racing), der seinen ersten Podestplatz in der FIA Formel-3-EM eroberte. Zudem brachte der Brasilianer den ersten Formel-3-Podiumsplatz der Saison 2017 für das Team Van Amersfoort ins Ziel. Dritter wurde der Chinese Guanyu Zhou (Prema Powerteam), gefolgt vom Schweden Joel Eriksson (Motopark), der nach einer sehenswerten Aufholjagd vom 17. Startplatz bis auf den vierten Rang nach vorne fuhr. Seine Spitzenposition in der Fahrerwertung musste der Motopark-Pilot dennoch an Sieger Günther abgeben.

Am Start setzte sich zunächst der von der Pole-Position ins Rennen gegangene Jake Hughes (Hitech Grand Prix) an die Spitze, gefolgt von Pedro Piquet und Maximilian Günther. Während Günther in Kurve eins Piquet überholte, kollidierten im Mittelfeld Callum Ilott (Prema Powerteam) und Ferdinand Habsburg (Carlin). In Umlauf zwei verlor Piquet seinen dritten Rang an Lando Norris (Carlin), der fortan Druck auf seinen Vordermann Günther ausübte. Doch der routinierte Deutsche wehrte zunächst alle Angriffsversuche des britischen Rookies erfolgreich ab.

Unterdessen nutzte Joel Eriksson, der im Qualifying nur den 17. Rang belegte, die Anfangsphase, um sich bis auf Position sieben nach vorne zu arbeiten. In Runde 15 passierte er dann Joey Mawson (Van Amersfoort Racing) und Harrison Newey (Van Amersfoort Racing) innerhalb nur weniger Meter, bevor der Australien seine Rennen nach einer Berührung mit Jehan Daruvala (Carlin) und einem anschließenden Einschlag in die Mauer beenden musste. Die Rennleitung rief eine Full-Course-Yellow-Phase aus, was Überholverbot und reduzierte Geschwindigkeit für alle Teilnehmer bedeutet.

Als wieder Renngeschwindigkeit angesagt war, zog Norris an Günther vorbei und machte sofort Druck auf den immer noch in Führung liegenden Jake Hughes. Im 32. Umlauf schließlich gab es eine Berührung der beiden Briten. Hughes drehte sich und schied aus, während Norris sich hinter dem neuen Leader Maximilian Günther und Pedro Piquet auf dem dritten Platz im Rennen halten konnte. Kurz vor dem Erreichen der Ziellinie wurde der McLaren-Junior aufgrund der Kollision mit einer 20-Sekunden-Strafe belegt, die ihn letztendlich aus den Punkträngen warf.

Der Sieg ging an Maximilian Günther vor Pedro Piquet, Guanyu Zhou und Joel Eriksson. Harrison Newey, Jehan Daruvala, Mick Schumacher (Prema Powerteam), Tadasuke Makino (Hitech Grand Prix), Ralf Aron (Hitech Grand Prix) und Nikita Mazepin (Hitech Grand Prix) komplettierten die Top Ten.

Maximilian Günther (Prema Powerteam): "Mein Start war gut und in der ersten Kurve konnte ich sogar den zweiten Platz übernehmen. Ich war immer am Führenden dran, wusste aber auch, dass ich mir keine Fehler erlauben durfte. Ich habe geduldig auf meine Chance gewartet. Über den Sieg bei meinem Heimrennen auf dem Norisring freue ich mich sehr und über die 25 Punkte natürlich auch." Pedro Piquet (Van Amersfoort Racing): "Ich war das gesamten Wochenende lang schon schnell unterwegs und konnte im Qualifying den dritten Platz erobern. Mein Start ins Rennen war in Ordnung und ich war zunächst Vierter, konnte aber immer den Anschluss an die Spitze halten. Über mein erstes Podium in der FIA Formel-3-EM bin ich sehr glücklich."

Guanyu Zhou (Prema Powerteam): "Mein Start war gut und ich konnte mich gleich in den Top 5 einreihen. Im Rennen war meine Geschwindigkeit sehr gut und auch besser als noch im Qualifying. Ich hatte aber auch etwas Glück, den durch den Unfall von Jake und Lando sowie die Strafe gegen Lando habe ich zwei Plätze gewonnen."


Weitere Inhalte:
nach 10 von 10 Rennen
Mehr Motorsport
Wir suchen Mitarbeiter