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Formel 3 EM / Kolumne

Lucas Auer: Ein Sieg zum Abschluss

Lucas Auer berichtet in seiner Kolumne vom Formel-3-Finale in Hockenheim und verrät, welche Herausforderungen auf ihn 2014 noch warten.
von Lucas Auer

Motorsport-Magazin.com - Hallo zusammen,

am vergangenen Wochenende fand in Hockenheim der Abschluss der Formel-3-Europameisterschaft statt. Es ist mir gelungen, die Saison versöhnlich beenden. Ich stand in allen drei Läufen auf dem Podium und konnte das letzte Rennen gewinnen. Gemeinsam mit meinem Team habe ich sehr gut gearbeitet - Mücke und Mercedes haben einen tollen Job gemacht.

Die Zielflagge fällt zum letzten Mal - Foto: FIA F3

Ich hatte schon in den Freien Trainings einen starken Speed, was sich auch im Qualifying fortgesetzt hat, obwohl es nicht für die Pole Position reichte. In den ersten beiden Rennen hatte ich zwar Probleme mit dem dritten Gang, der steckengeblieben ist, aber im dritten und letzten lief alles perfekt und ich konnte alle Konkurrenten hinter mir lassen.

Obwohl ich meine Teamkollegen im Griff hatte, bin ich mit dem vierten Meisterschaftsplatz nicht zufrieden. Mücke und ich hatten das Ziel, den Titel zu gewinnen, was leider nicht geklappt hat, weil wir immer wieder mit gewissen Umständen nicht zurechtgekommen sind. Zum Glück konnte ich noch ein paar Siege einfahren und Highlights setzen.

Macau und Shanghai

Die Formel-3-Europameisterschaft ist jetzt zwar zu Ende, das heißt allerdings nicht, dass das Motorsportjahr für mich vorbei ist - ganz im Gegenteil. Mitte November steht mit dem Formel-3-Rennen in Macau ein absoluter Höhepunkt auf dem Programm, bei dem ich natürlich gut abschneiden will.

Ich bin zum dritten Mal in Macau am Start und zähle damit zu den erfahrenen Piloten. Die Strecke ist sowohl für den Fahrer als auch das Team eine große Herausforderung und wir müssen hart arbeiten, um Erfolg zu haben. Wichtig ist, eine gute Vorbereitung zu absolvieren, um volle Attacke fahren zu können. Bei meinen ersten beiden Starts in Macau bin ich leider ausgefallen, hoffentlich läuft es diesmal besser.

Bevor es nach Macau geht, reise ich aber nach Shanghai. Ich werde nach Austin zum zweiten Mal für Lotus in der Langstreckenweltmeisterschaft an den Start gehen. Nachdem ich den LMP1-Boliden in Texas zum ersten Mal gefahren bin, sollte die Eingewöhnungszeit diesmal deutlich kürzer ausfallen.

Lucas Auer startet beim WEC-Lauf in Shanghai - Foto: Adrenal Media

Formel-Renault-Test geplant

Außerdem werde ich vielleicht an den Formel-Renault-Testfahrten in Aragon teilnehmen, um Erfahrungen in einem größeren Formel-Auto zu sammeln. Am Anfang dieser Woche habe ich schon den Tests in Jerez einen Besuch abgestattet, bin jedoch nicht im Cockpit gesessen, sondern habe mit einigen Teams Kontakte geknüpft. In welcher Serie ich im nächsten Jahr fahren werde, steht noch nicht fest. Bis Anfang Dezember könnte es aber Neuigkeiten geben.

In den nächsten Wochen wartet also ein stressiges und intensives Programm auf mich, aber das gehört zum Motorsport dazu. Im Dezember und Januar werde ich dann aber auch Zeit finden, um die Skipisten unsicher zu machen. Hier in Tirol liegt mittlerweile jede Menge Schnee!

Abschließend möchte ich mich bei meiner Familie und ganz besonders bei meiner Mutter für die unglaubliche Unterstützung bedanken. Ohne sie wäre es mir nicht möglich, meinen Traum zu leben. Danke!

Euer Lucas


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