Nicht nur für Audi-Pilot Miguel Molina ist Valencia eine ganz besondere Veranstaltung, sondern auch für Markenkollege Timo Scheider. Der amtierende Champion bestreitet in Spanien das 100. DTM-Rennen seiner Karriere. Damit ist der Audi-Werksfahrer der einzige aktive DTM-Pilot im "100er-Club" der populärsten internationalen Tourenwagen-Rennserie.

Seine beiden Teamkollegen Mattias Ekström (bisher 94 Rennen) und Martin Tomczyk (93) werden im Laufe der Saison ebenfalls die 100er-Marke erreichen. "Das ist natürlich schon eine besondere Zahl", sagt Scheider, der als einziger Pilot im Starterfeld schon beim Comeback der DTM im Jahr 2000 dabei war.

2006 pausierte der in Österreich lebende Deutsche, seit 2007 fährt er für Audi - und das mit großer Leidenschaft. "Es war schon immer mein Traum, für Audi zu starten", sagt Scheider, in dessen privater Garage seit Kurzem ein weißer Audi R8 Spyder steht. "Auch damit habe ich mir einen Traum erfüllt", sagte Scheider.

Nachdem es für ihn beim Auftakt in Hockenheim mit Startplatz neun und Rang sieben im Rennen alles andere als wunschgemäß verlief, kann er es kaum erwarten, in Valencia zurückzuschlagen - vorausgesetzt, die Reifen spielen mit. Denn die Reifenschäden von Hockenheim beschäftigen Audi Sport und die DTM-Szene noch immer.

"Wir haben sehr viel Aufwand betrieben, um die Reifenprobleme, die wir in Hockenheim im Rennen hatten, zu analysieren und zu reproduzieren", erklärt Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. Dazu dienten unter anderem Testfahrten mit Mattias Ekström und Scheider in Almería (Spanien) und Versuche auf Reifenprüfständen an den Universitäten in Hamburg und Aachen.

"Wir wissen nun wesentlich mehr über die neue Reifengeneration, aber behoben ist die Problematik, die recht komplex ist, damit noch nicht. Denn ich möchte noch einmal betonen, dass wir uns in Hockenheim ganz klar an die Vorgaben des Reifenherstellers gehalten haben. Das Problem liegt keineswegs allein bei uns. Aber wir werden alles in unserer Macht Stehende dafür tun, dass sich die Reifenschäden von Hockenheim in Valencia nicht wiederholen."