Im Gegensatz zum Triumph im letzten Jahr hat sich Audi beim diesjährigen Saisonauftakt auf dem Hockenheimring nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Mattias Ekström und Markus Winkelhock wurden eine Runde zu früh zum Boxenstopp herein gerufen, Martin Tomczyk und Alexandre Prémat wurden durch Reifenschäden zurückgeworfen.

"Wir hatten heute zwar schnelle Autos, konnten die neuen Reifen aber nicht wie gewünscht zum Arbeiten bringen", kommentierte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich die Geschehnisse nach dem Rennen. Gerade bei Martin Tomczyk sehr er überrascht gewesen:

"Heute morgen hat er ein Longrun mit einem guten Setup gefahren, welches wir danach noch konservativer gemacht haben, trotzdem hatte er den ersten Reifenschaden." Erschwerend kommt nun hinzu: Audi darf keine Änderungen am Auto vornehmen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Lediglich das Setup darf angepasst werden.

Immerhin hat Ullrich ein gutes und offenes Rennen zwischen den neuen und alten Autos gesehen. "Hoffentlich ist das auf anderen Strecken auch so. Rocky hat einen guten Job gemacht und ist Fünfter geworden, Miguel Molina ist ein exzellentes erstes Rennen gefahren und hat bei seinem Debüt einen Punkt geholt."

Das Ekström-Problem hatte Ullrich schon zuvor dem Fernsehpartner ARD erläutert: "Es hat sich etwas am Reglement geändert. Bisher war es immer so, dass die zehnte Runde die erste Möglichkeit war. Jetzt darf man aber erst stoppen, wenn in der zehnten Runde das führende Fahrzeug die erste Pace-Car-Linie überquert hat. Der Ingenieur hat ihn einfach zu früh reingerufen. Das ist passiert und ein Fehler, den wir auf uns nehmen."