Lange war er angekündigt, doch fast genauso lange wollte es nicht klappen: der 50. Sieg von Audi in der DTM. Was schon in der alten DTM begann und von Laurent Aiello am Nürburgring 2001 fortgeführt wurde, vollendete Timo Scheider mit seinem vierten DTM-Sieg beim Rennen in der Motorsport Arena Oschersleben. Gerade nach den Diskussionen von Zandvoort beruhigte und befriedigte das den Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich.
"Für uns war es ein gutes Rennen und wir haben eine starke Teamperformance gezeigt", berichtete Ullrich nach dem Rennen. Vor vielen Zuschauern fuhren drei seiner Fahrer auf das Podium, nur "Tom Kristensen hat es wieder nicht geschafft, die Pole umzusetzen." Trotzdem sei es für Ullrich sehr beeindruckend gewesen, dass der Däne trotz der Strafe noch in die Punkte fuhr.
"Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis, für uns ist es schließlich der 50. Erfolg", freute sich der Audianer. "Wir können um die Meisterschaft mitkämpfen. Die zweite Halbzeit der Meisterschaft wird sehr spannend, denn alle liegen sehr eng zusammen." Nun würde er sich auf die nächsten Rennen freuen und eine wichtige Erkenntnis mitnehmen: "Mit unterschiedlichen Strategien kann man gute Ergebnisse erzielen."
Während es bei den Audi-Neuwagen, abgesehen von Kristensens Fehler am Start, richtig gut lief, konnten die Audi-Jahreswagen nicht überzeugen. Oliver Jarvis und Markus Winkelhock schieden mit einem Reifenschaden aus - doch was den Motorsportchef viel mehr störte, war die erneut raue Gangart. "Mit Prémat und Rockenfeller muss man sich wohl noch mal unterhalten", meint Ullrich nach deren Kollision.
Schon in zwei Wochen wird Audi erneut gegen Mercedes antreten müssen. "Wir werden wieder alles versuchen. Von den Gewichten ist Mercedes jetzt wieder ein Stück näher dran, die Zuschauer können sich auf jeden Fall freuen."

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