In den Trainingssitzungen hat sich Bruno Spengler mit den Plätzen acht, zwölf und 13 nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Umso wichtiger war es für den Kanadier, dass im Qualifying der Knoten platzte und mit dem dritten Rang ein ansprechendes Ergebnis heraussprang. Der HWA-Pilot war nur 0,082 Sekunden langsamer als sein Teamkollege Paul di Resta und holte sich damit hinter Timo Scheider und dem Schotten einen Startplatz in der zweiten Reihe. Gestern und heute morgen lief es nicht sehr gut, denn Brands Hatch ist nicht meine Lieblingsstrecke - trotzdem habe ich im Qualifying versucht das Beste herauszuholen", so Spengler nach dem heutigen Arbeitstag.

Als Gründe für den großen Sprung zwischen Training und Qualifying führt Spengler zwei Dinge an: sein Team und sich selbst. "Das Team hat einen tollen Job gemacht, sie haben das Auto über Nacht stark verbessert", erläuterte Spengler gegenüber dem adrivo Motorsport Magazin. "Genau wie ich meinen Fahrstil in einigen Kurven. Diese Zusammenarbeit hat das gute Resultat erst möglich gemacht, morgen ist daher noch alles möglich."

Ein weiteres wichtiges Kriterium war die richtige Taktik im Zeitfahren. Schließlich wird es auf der 1,929 Kilometer langen Strecke und bis zu 19 Boliden schonmal eng - hier hängt viel vom Team ab, denn der Fahrer muss zum optimalen Zeitpunkt auf eine schnelle Runde geschickt werden. "Ich war immer alleine, habe nie Verkehr gehabt, das war sehr wichtig." Mehr Verkehr ist für das Rennen zu erwarten, noch dazu wird es durch das Boxenstoppfenster schwer, einem langsamen Fahrzeug aus dem Weg zu gehen - daher wird "im Rennen viel auf der Strecke entschieden. Kritisch sind auch die ersten beiden Kurven, da wird es sicher nicht einfach."