Dr. Wolfgang Ullrich konnte sich nach dem Qualifying nur bedingt über seine Schützlinge freuen. So erreichte man zwar das angestrebte Ziel, brachte Timo Scheider auf die Pole-Position und stellte mit Oliver Jarvis, der guter Sechster wurde, den besten Jahreswagen-Pilot. Auf der anderen Seite landete Mattias Ekström, das zweite heiße Eisen im Titelkampf, nur auf der siebten Position und Tom Kristensen blieb der Sprung unter die besten Zehn als Zwölfter verwehrt.
"Selbstverständlich wäre es schöner gewesen, wenn der, der das ganze Wochenende vorne dabei war, nämlich Mattias Ekström, im Qualifying ein Auto gehabt hätte, mit dem er vorne mitfahren hätte können - aber das hatte er leider nicht", gab der Audi-Motorsportchef zu Protokoll. In der zweiten Session ereilte den Schweden einen Getriebedefekt, den man in der Kürze der Zeit nicht mehr hätte reparieren können - "daher musste Mattias am Ende ohne dritten Gang auskommen, was hier nicht einfach ist." Hätte der Schwede seine Zeit aus dem ersten Teil wiederholen können, stünde er im morgigen Rennen womöglich auf der dritten Position - stattdessen wird er von Startplatz sieben in den achten Saisonlauf gehen müssen.
"Auch Tom Kristensen hätte vom Potential her unter die besten Acht fahren können, aber bei ihm hat nicht alles gestimmt", so Ullrich gegenüber dem adrivo Motorsport Magazin. "Andererseits freue ich mich, dass Oliver Jarvis als bester Jahreswagen-Fahrer abermals gezeigt hat, was er kann." Insgesamt hätte man im Zeittraining eine mannschaftlich geschlossene Leistung gezeigt, wenn man die Probleme von Ekström einberechnet. "Ud mit Timo Scheider auf der Pole haben wir unser Ziel des Tages erreicht..."
Für die komplette Audi-Truppe wird das morgige Rennen allerdings kein leichtes Unterfangen. "Wir wissen mit der kurzen Rundenlänge ist es strategisch eine außerordentliche Aufgabe, die Autos so durch das Rennen zu führen, dass sie nicht im Verkehr hängenbleiben", sagte Ullrich, denn schließlich ist Brands Hatch die kürzeste Strecke im Rennkalender und vor allem viel kurviger als der Norisring. "Aber eine gute Strategie gehört hier in Brands Hatch genauso zum Geschäft wie am Norisring und wir werden versuchen unser Bestes zu geben."

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