Bei den bisherigen sechs DTM-Rennen der Saison 2008 war die Reifenfrage vor dem Start jeweils mehr als nur eindeutig - auf dem Nürburgring spielte das Wetter dagegen eine entscheidende Rolle. Wie schon im verregneten Zeittraining waren die Wetterfrösche auch am Sonntagabend im Höchsteinsatz. "Es war extrem schwer, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich sah am Start den Regen auf der Windschutzscheibe und wusste, dass das Rennen vom Wetter entschieden wird", sagte Jamie Green.
Die AMG-Truppe des Briten fällte die absolut richtige Entscheidung- "ich hätte sie nicht treffen wollen." Der Mercedes-Pilot wurde, wie seine Markenkollegen, mit Slicks ausgerüstet und konnte so von Startplatz 13 bis auf das Podium nach vorne fahren - im Ziel belegte er hinter Bernd Schneider und Paul di Resta den dritten Platz. "Im Rennen habe ich einen guten Job und keine Fehler gemacht."
Wie schon im Qualifing zeigte sich auch heute, dass "man ein wenig Glück brauchte; man musste zur richtigen Zeit die richtige Entscheidung treffen." Für die Fahrer gab es während der 43 Runden nur eine Devise: das Limit finden. "In den ersten 20 Runden hat der Regen beim Fahren nicht wirklich gestört, ich konnte konstante Zeiten fahren." Und das, obwohl ständig Regen auf die Windschutzscheiben der Boliden tröpfelten und die Fahrer irritierten.
"Am Ende wurde der Regen immer stärker - immer wieder blockierten die Bremsen, und es war schwer, nicht neben die Strecke zu rutschen", berichtete Green über die letzten Runden des Rennens. " Es stellte sich wieder die Frage, ob wir auf Regenreifen wechseln sollen - diesmal habe ich mich dagegen entschieden." Dies brachte den Briten zunächst vor seinen britischen Kollegen Di Resta, doch der Schotte konnte auf den Regenreifen kontern und Green erneut überholen. Nichtsdestotrotz behauptete der aktuelle Tabellen-Zweite am Ende des Wochenendes: "Das war ein toller Tag..."

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