Das neue Warm-Up direkt vor dem Rennen war den Fahrern schnell ein Dorn im Auge: zum einen waren die 15 Minuten Testzeit viel zu kurz um noch am Setup schrauben zu können, zum anderen war die Gefahr hoch den Start zum Rennen wegen Problemen am Auto zu verpassen. Bestes Beispiel: Susie Stoddart. Die Mercedes-Pilotin kämpfte in Hockenheim mit einer defekten Servolenkung an ihrer C-Klasse und konnte nur mit Glück am Rennen teilnehmen. Auch Bernd Schneider geriet in ernste Nöte, als er in Oschersleben kurz vor dem Start ins Kiesbett flog und beinahe in die Reifenstapel einschlug.

In Mugello rudern die Organisatoren der ITR einen Schritt zurück. Das Warm-Up wurde auf 20 Minuten verlängert und vorverlegt. Jetzt liegen zwischen Fallen der Zielflagge und dem Start zum Rennen fast zwei Stunden - sehr zur Freude der Fahrer und Teams. "So ist das sicher besser als vorher", versicherte Susie Stoddart gegenüber der adrivo Sportpresse. "Wir haben mehr Zeit und können mehr Runden fahren. Falls Probleme am Auto auftauchen gibt es außerdem noch genügend Zeit für Reparaturen. Jetzt können wir wieder alles geben!"

Auch Gary Paffett freut sich fast wieder das alte Warm-Up zu haben, obwohl mit dem neuen bisher kein konkretes Problem hatte. "Anscheinend ist man nicht zufrieden mit den Änderungen und versucht jetzt langsam wieder zum alten System zurückzukehren", vermutet der Persson-Pilot. "Wir hatten einfach zu wenig Zeit. In Oschersleben konnte man die 15 Minuten zum Beispiel gar nicht nutzen, weil wir früher an die Box kommen mussten um das Auto für das Rennen vorzubereiten. Jetzt hat man wieder 20 Minuten, die man voll nutzen kann."