Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef):
Das Qualifying war wie am Norisring üblich sehr eng. Die ersten sechs Fahrzeuge lagen innerhalb von sechs Zehntelsekunden. Es ist uns leider nicht gelungen, mit den Autos wirklich konstante Gripverhältnisse zu erreichen. Übersteuern, Untersteuern - das waren die Kommentare aller unserer Fahrer. Sie haben alles gegeben, aber mehr war nicht drin. Wir stehen jetzt in der dritten und der vierten Startreihe, die übrigen Autos folgen geballt dahinter. Das ist eine schwere Ausgangsposition auf dem Norisring. Wir werden alles tun, um morgen bessere Autos zu haben und den Zuschauern ein ordentliches Rennen mit einem guten Ergebnis für uns zu bieten.
Mattias Ekström (Abt):
Ich kann unter den Umständen mit dem Ergebnis zufrieden sein, denn am Anfang fiel es uns schwer, eine gute Balance zu finden. Aber das Ende war gut. Am Schluss war ich Sechster – es hätte schlimmer kommen können.
Tom Kristensen (Abt):
Meine bislang schnellste Runde am Wochenende gelang mir im Qualifying. Das ist okay, denn am Freitag und im Freien Training hatten wir einige Aufgaben zu lösen. Im Qualifying kamen wir dem Maximum schon sehr nahe, aber das ist nicht genug. Ich bin nur Siebter. Wir müssen morgen hart arbeiten. Jetzt spüren wir noch einmal, wie wichtig die Punkte aus Brands Hatch gewesen wären.
Timo Scheider (Rosberg):
Grundsätzlich bin ich natürlich zufrieden mit dem Ergebnis unter den ersten Acht. In den beiden ersten Abschnitten fuhr ich jeweils im Verkehr: Einmal habe ich Mattias (Ekström) Platz gemacht, einmal lief ich auf Vanina (Ickx) auf, die ihrerseits auf einer schnellen Runde war. Im Schlussabschnitt fuhr ich auf Attacke. Wir haben die Vorderreifen aber nicht ganz auf Temperatur gebracht, weshalb sie mehrfach blockierten.
Christian Abt (Phoenix):
Natürlich ist es schade, die Top acht um eine Tausendstel verpasst zu haben. Mich stimmt sehr positiv, dass wir ein richtig schnelles Auto haben. Es funktioniert gut, wir haben jetzt alle Fehler gefunden. Ich bin für Sonntag optimistisch. Am Norisring zählt der Startplatz nicht so viel – im Rennen kann noch viel passieren.
Frank Stippler (Rosberg):
Einerseits bin ich durchaus zufrieden. Platz zehn bedeutet ein positives Ende des Samstags. Andererseits war es ganz knapp bis zur letzten Runde der besten Acht. Da wäre ich gerne noch hineingekommen. Insgesamt überwiegt aber der positive Eindruck.
Heinz-Harald Frentzen (Abt):
Es geht hier um Zehntel und Hundertstel. Es hat nicht so richtig funktioniert, obwohl das Auto eine ganz gute Balance hatte. Mehr war nicht drin, denn ich bin immer die gleichen Zeiten gefahren. Der Long-run im Freien Training war sehr gut, aber es bleibt noch ein bisschen Arbeit bis Sonntag. Grundsätzlich bin ich optimistisch für das Rennen.
Pierre Kaffer (Phoenix):
Meine Qualifying-Bilanz ist zwar besser als im vergangenen Jahr, aber ich habe mir mehr als Platz 14 erhofft. Wir haben das Auto stetig verbessert, aber in der zweiten Session kamen wir nicht mehr weiter nach vorn. Das Auto übersteuerte zu sehr, dann wurde ich auch noch behindert. Aber im Rennen kann man am Norisring schön überholen – mit einem guten Auto, und das haben wir.
Martin Tomczyk (Abt):
Leider läuft es bei mir jedes Jahr am Norisring nicht nach Plan. Wir hatten die falsche Strategie. Wir sind nicht früh genug herausgefahren, um einen anständigen zweiten Anlauf zu nehmen. Es war unglaublich knapp: Mattias war im ersten Teil nur knapp schneller als ich, am Ende kam er in die letzte Session und noch auf Startplatz sechs. Das zeigt, dass es hier um jedes I-Tüpfelchen geht.
Jeroen Bleekemolen (Futurecom TME):
Es war schade, dass wir heute nicht so gut waren wir gestern. Ich weiß nicht, woran es liegt, denn vom Gefühl her war alles in Ordnung. Im Rennen müssen wir versuchen, nach vorne zu fahren. Das war ein schwieriges Qualifying.
Vanina Ickx (Futurecom TME):
Der Plan war, das Qualifying mit drei Reifensätzen zu bestreiten und mit jedem drei Runden zu fahren. Mit dem ersten Satz habe ich mich allerdings beim Anbremsen mächtig gedreht. Da wir durch den Dreher Zeit verloren haben, hat es mit dem letzten Reifensatz nur noch für eine Runde gereicht. Leider habe ich meine Rundenzeit gegenüber dem Freien Training nicht verbessert.
Hans-Jürgen Abt (Teamchef Audi Sport Team Abt Sportsline):
Wir werden erst am Sonntagabend sehen, wo wir wirklich stehen. Es ist unglücklich, wenn man trotz so enger Zeitabstände weiter hinten steht. Wir hatten uns mehr erwartet. Für die Spitze hätte es nicht gereicht, aber Platz drei wäre möglich gewesen. Wir müssen positiv denken. Die Rennen am Norisring waren schon immer etwas Besonderes. Vielleicht haben wir dabei etwas mehr Glück.
Ernst Moser (Teamchef Audi Sport Team Phoenix):
Es war schade. Christian war auf einer Super-Runde, aber in der letzten Kurve hat es nicht mehr gepasst, sonst wären wir unter den ersten Acht gewesen. Nach Brands Hatch hätten wir uns gerne noch einmal nach vorne geschoben. Hier muss eine Runde absolut fehlerfrei sein. Bei Pierre ging in der zweiten Session nichts mehr. Es haben vier Zehntel gefehlt. Wir müssen analysieren, warum er so starkes Übersteuern hatte. Trotzdem sind wir nicht unzufrieden.
Kimmo Liimatainen (Teammanager Audi Sport Team Rosberg):
Das war ein gutes Qualifying für unser Team. Mit Timo sind wir unter die ersten Acht gefahren. Schade für Frank, auch er fuhr gut. Es ging heute extrem eng zu. Beide Autos unter den ersten Zehn ist ein ganz gutes Ergebnis.

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