Thomas Preining (Manthey-Porsche) hat den Spaß an der DTM wiedergefunden! Drei Wochen nach der Norisring-Pleite hat sich der Österreicher in Oschersleben eindrucksvoll zurückgemeldet. Preining bugsierte seinen Manthey-Porsche im Qualifying zum Samstags-Rennen (heute ab 13:30 Uhr live bei ProSieben) auf die Pole Position.
Der Ex-Champion ließ zu keinem Zeitpunkt Zweifel an seinen Ambitionen aufkommen: In der Schlussphase des 20-minütigen Qualifyings stürmte Preining mit einer 1:21.997 an die Spitze. Mit seinem nächsten Umlauf konnte er seine persönliche Bestzeit noch einmal unterbieten - 1:21.862 Minuten und damit eine Rundenzeit, die für den ersten Startplatz reichte.
Thomas Preining: "Wieder da, wo wir hingehören"
"Ich bin froh, dass es für uns besser aussieht und wir wieder da sind, wo wir hingehören", sagte Preining nach seiner fünften DTM-Pole und der ersten seit 2024. "Im Motorsport geht's oft schnell von ganz hinten nach vorne und zurück." Für den Porsche-Werksfahrer war es bisher das perfekte Wochenende, nachdem er bereits die Freien Trainings am Freitag angeführt hatte.
Oschersleben zählt bekanntermaßen zu den Paradestrecken von Porsche im DTM-Kalender. Preining war im Qualifying allerdings der einzige der drei Neunelfer-Piloten, die das Potenzial auf den Punkt bringen konnten. Sein Manthey-Teamkollege Ricardo Feller kam nicht über Platz elf hinaus, während sich Bastian Buus im Land-Porsche mit P14 begnügen musste.
Engstler führt Lamborghini Temerario in erste Startreihe
Preining war eine Macht im Qualifying, spannend war die Zeitenjagd dennoch: Luca Engstler (Abt-Lamborghini) führte seinen Lamborghini Temerario zu Platz zwei. Der Allgäuer schrammte mit einer persönlichen Bestzeit von 1:21.932 Minuten um nur 0,070 Sekunden an Preinings Pole-Zeit vorbei. Engstler musste nach dem Qualifying allerdings um seinen zweiten Platz zittern, weil er wegen der Behinderung von Tom Kalender unter Beobachtung der Rennleitung stand.
Dem nagelneuen Lamborghini Temerario GT3 scheint Oschersleben ähnlich gut zu liegen wie dem Vorgänger-Modell Huracan. Die Lamborghini-Fahrer hatten schon in den Freien Trainings mit konkurrenzfähigen Zeiten aufhorchen lassen auf dem technischen Kurs mit zahlreichen langsamen und mittelschnellen Kurven.
DTM-Qualifying: Drei Mercedes-AMG GT3 in den Top-6
Ähnlich stark: Mercedes-AMG. Die Titelanwärter Maro Engel (Winward) und Lucas Auer (Landgraf) belegten die Positionen drei und vier. Rund eine Zehntelsekunde fehlte dem konstant schnellen AMG-Duo zur Bestzeit. Mit Jules Gounon (Winward) fuhr auf P6 ein dritter Mercedes-AMG GT3 in die Top-6 der Startaufstellung. Dazwischen drängelte sich Ben Dörr (Dörr-McLaren) auf den fünften Platz. Sein Teamkollege Timo Glock fuhr nach einem bisher problemfreien Wochenende zu P9.

Nicki Thiim schiebt Frust: Ich höre jetzt auch auf!
Auf den Plätzen sieben bis zehn: Mirko Bortolotti im einzigen GRT-Lamborghini, Matteo Cairoli (Emil-Frey-Ferrari), Glock und Tom Kalender (Landgraf-Mercedes). Die BMW-Fahrer Marco Wittmann und Kelvin van der Linde kamen beim Heimspiel von Schubert Motorsport nicht über die Plätze 13 und 15 hinaus.
Der aktuelle Meisterschafts-Führende Nicki Thiim (Comtoyou-Aston-Martin) erlebte mit P18 und acht Zehntelsekunden Rückschlag einen herben Rückschlag. Der Däne zeigte sich im Anschluss alles andere als begeistert von der zurückliegenden BoP-Kritik seiner Konkurrenten. "Wenn ich das lese mit Wittmann und Preining, wir hören auf und so weiter", so Thiim bei ProSieben. "Vielleicht sollte ich das auch tun, dann kriege ich auch 20 Kilo raus! Ich höre jetzt auf, dann krieg ich auch mehr Dampf auf der Kette!"
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