Die DTM trägt auf dem Lausitzring ihr erstes Rennwochenende der Saison 2026 in Deutschland aus. Nach den Events auf dem Red Bull Ring und in Zandvoort wartet nun der dritte Stopp im Rennkalender auf dem Eurospeedway nahe Dresden. Die 21 Fahrer und Teams erwartet eine Hitzeschlacht: Schon im 1. Freien Training am Freitagvormittag kletterte das Thermometer auf knackige 32 Grad.
Arjun Maini (HRT-Ford) behielt einen kühlen Kopf und sicherte sich in den Schlussminuten des 55-minütigen Trainings die Bestzeit. Der Inder bugsierte seinen Ford Mustang GT3 Evo in 1:20.986 Minuten an die Spitze der Zeitenliste. Damit bestätigte Maini einen Trend, der sich bereits vor zwei Wochen bei den Testfahrten am Lausitzring angekündigt hatte, als beide HRT-Ford auf den vorderen Positionen landeten. Welche Reifen die Teams beim Test nutzten, ist allerdings nicht bekannt.
Lausitzring-Training: Bestzeit mit Tausendstel-Vorsprung
Maini verdrängte Vorjahressieger Lucas Auer mit nur sechs Tausendstelsekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Der Österreicher im Landgraf-Mercedes hatte fünf Minuten vor dem Ende erstmals die Führung übernommen, konnte nach seiner persönlichen Bestzeit von 1:20.992 Minuten aber nicht mehr nachlegen. Auer gilt als absoluter Lausitz-Spezialist und blickt auf vier Siege zurück, den ersten holte er vor genau zehn Jahren.
Mirko Bortolotti entschied sich ebenso für einen späten Quali-Run und übernahm mit 1:21.023 Minuten den dritten Rang im Tableau. Die schnellsten Zeiten im heutigen Training lagen rund drei Zehntelsekunden hinter den Vorjahres-Bestzeiten am Freitag. Mit DTM-Rookie Finn Wiebelhaus auf P4 schaffte es auch der zweite HRT-Pilot in die Top-4 - mit der Werksmannschaft aus Drees dürfte also zu rechnen sein.
Top-4 trennt weniger als eine Zehntelsekunde
Es ging allerdings brutal eng zu: Wiebelhaus und Spitzenreiter respektive Teamkollege Maini trennten lächerliche 0,066 Sekunden! Luca Engstler (Abt-Lamborghini) landete mit nur zwei Tausendstelsekunden Abstand zu Wiebelhaus an fünfter Stelle. Der Allgäuer hatte das Training über lange Zeit mit seinem Lamborghini Temerario GT3 angeführt, bis die Konkurrenz ein paar schnelle Qualifying-Runden in den heißen Asphalt brannte.
Auf den Plätzen sechs bis acht: Thomas Preining (Manthey-Porsche), Ben Dörr (Dörr-McLaren) und GRT-Lamborghini-Pilot Maximilian Paul. Jules Gounon (Winward-Mercedes) und DTM-Neueinsteiger Marco Mapelli (Abt-Lamborghini) komplettierten die Top-10 im ersten von zwei Freien Trainings.
Training für Timo Glock vorzeitig beendet
Noch etwas zurück: Der aktuelle Meisterschaftsführende Maro Engel (Winward-Mercedes, P12), Ricardo Feller im zweiten Manthey-Porsche auf Platz 15 sowie die beiden Schubert-BMW-Stars Marco Wittmann und Kelvin van der Linde, die such mit den Positionen 16 und 20 begnügen mussten.
Für Timo Glock war das Training zehn Minuten früher beendet: Sein Dörr-Team meldete via Funk einen Schaden an der Aufhängung, der den früheren Formel-1-Fahrer an die Box zwang. Damit setzte sich Glocks Technikdefekt-Serie mit seinem McLaren 720 S GT3 munter fort...
Das 2. Freie Training steigt am heutigen Freitag von 16:10 bis 16:55 Uhr, bevor es am Samstag im Qualifying (ab 09:00 Uhr - Livestream auf Motorsport-Magazin.com) erstmals um die Wurst geht. Die Pole Position ist in der Lausitz schon die halbe Miete: In den vergangenen fünf Rennen gewann stets der Pole-Setter, 2025 in Form von Auer und Ex-Ferrari-Pilot Jack Aitken.
Du willst alle Breaking News und Hintergrund-Infos zur DTM, WEC, IndyCar, den 24-Stunden-Rennen und Co. bekommen? Dann abonniere jetzt unseren neuen und kostenlosen WhatsApp-Channel! Brandaktuelle News aus der Motorsport-Welt direkt auf dein Handy:



diese DTM Nachricht