Sechs Tausendstelsekunden Abstand im 1. Training, zwei Tausendstel in der zweiten Session: Das dritte DTM-Rennwochenende auf dem Lausitzring verspricht eine brutal enge Angelegenheit zu werden! Im 2. Training am Nachmittag setzte sich Maro Engel (Winward-Mercedes) mit einem Wimpernschlag vor AMG-Markenkollege Lucas Auer (Landgraf-Mercedes) durch.
Engel vor Auer: Das Trainings-Ergebnis war ein Abbild der Gesamtwertung, in der die beiden Mercedes-Stars ebenfalls an der Spitze liegen. Engel brannte die Bestzeit mit 1:20.408 Minuten in den heißen Asphalt des Lausitzrings, der sich mit bis zu 33 Grad hochsommerlich präsentierte. Das war zwar die schnellste Rundenzeit des Tages, lag aber auf dem Niveau des Vorjahres.
DTM-Spitzenreiter Engel im Training vorne
Engel kann nach der erfolgreichen Qualifying-Generalprobe auf seinen zweiten Saisonsieg hoffen: In den vergangenen fünf Rennen auf dem Eurospeedway gewann jeweils der Pole-Setter. Das Qualifying zum DTM-Samstagsrennen beginnt morgen um 09:00 Uhr.
Auch Auer muss zum Favoritenkreis zählen: Der Österreicher feierte bereits vier Siege auf dem Lausitzring - den ersten 2016, den bis dato letzten im vergangenen Jahr. Auer übernahm 23 Minuten vor dem Ende des 45-minütigen Trainings den zweiten Platz in der Zeitenliste, nur die erwähnten zwei Tausendstelsekunden fehlten.
Was ist für Ford am Lausitzring drin?
Mercedes-AMG erscheint gut aufgestellt in der Lausitz, Ford ebenso: Arjun Maini (HRT-Ford) stürmte in der Schlussphase mit 0,077 Sekunden Rückstand auf den dritten Platz. Der Inder hatte die Bestzeit im 1. Training (1:20.986) am Vormittag erzielt und damit untermauert, dass mit den beiden Ford Mustang GT3 Evo von HRT an diesem Wochenende zu rechnen ist. Rookie-Teamkollege Finn Wiebelhaus belegte Platz sechs.
Zwischen Maini und Wiebelhaus drängelten sich Thomas Preining (Manthey-Porsche) und Ben Dörr (Dörr-McLaren) auf die Positionen vier und fünf. Beide Fahrer hatten bereits das 1. Training in den Top-8 abgeschlossen und scheinen sich zum Auftakt des Wochenendes wohlzufühlen. Dörrs Teamkollege, Timo Glock (P17, 23 Runden), konnte nach Schwierigkeiten mit der Aufhängung zum 2. Training wieder ins Geschehen eingreifen.
Auffällig: BMW und Ferrari im Nirgendwo
Auf den Plätzen sieben bis zehn: Jules Gounon (Winward-Mercedes), Mirko Bortolotti (Abt-Lamborghini), Maximilian Paul (GRT-Lamborghini) und Nicki Thiim im Aston Martin Vantage GT3 Evo des belgischen Teams Comtoyou Racing.
Auffällig: Schubert-BMW landete wie schon am Vormittag im Nirgendwo. Kelvin van der Linde (feiert am Samstag seinen 30. Geburtstag) kam nicht über Platz 13 hinaus, Teamkollege Marco Wittmann belegte gar den 21. und damit letzten Platz im Klassement. Ebenfalls überraschend langsam und möglicherweise noch nicht mit vollem Potenzial unterwegs: die beiden Ferrari 296 GT3 Evo von Emil Frey mit Zandvoort-Sieger Matteo Cairoli (P19) und Teamkollege Thierry Vermeulen (P20).
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