Aller guten Dinge sind drei - mindestens! Jordan Pepper (GRT-Lamborghini) hat sich auf dem Sachsenring seine dritte Pole Position in der laufenden DTM-Saison gesichert. Der Lamborghini-Werksfahrer dominierte das Qualifying am Samstagmorgen und stellte dabei einen neuen GT3-Rekord bei der Zeitenjagd auf.

Zudem kassiert Pepper drei Extra-Punkte für den Kampf um die Meisterschaft: Der GRT-Pilot hat jetzt 125 Zähler auf dem Konto und rückt bis auf zwölf Punkte an Spitzenreiter Lucas Auer (Landgraf-Mercedes, 137 Punkte) heran. Der Österreicher sicherte sich mit dem fünften Startplatz ebenfalls eine aussichtsreiche Ausgangslage für das erste von zwei Rennen an diesem Wochenende.

DTM-Qualifying am Sachsenring: Pepper in Rekordzeit auf Pole

Pepper fuhr am kühlen Morgen in seiner eigenen Liga: Der Südafrikaner benötigte bei seinem ersten Schuss 1:16.826 Minuten und knackte den bestehenden GT3-Qualifying-Rekord deutlich. Sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Jules Gounon (Winward-Mercedes) - mit neuem Mercedes-AMG GT3 - betrug 0,123 Sekunden auf dem 3,645 Kilometer langen Kurs. "Das Auto ist unglaublich, bisher das beste, das ich jemals gefahren bin", jubelte Pepper, der am Sachsenring mit einem neuen Renningenieur arbeitet.

Platz drei ging an den Briten Ben Green (Emil-Frey-Ferrari), der nach dem Qualifying wegen einer möglichen Blockade unter Beobachtung der Rennleitung stand, aber ohne Strafe blieb. Auf die Regelhüter wartete nach dem Qualifying ungewöhnlich viel Arbeit: Rund die Hälfte des 24 Autos starken Starterfeldes kassierte Geldstrafen wegen leicht überhöhter Geschwindigkeit in der Boxengasse.

DTM-Titelgegner teilen sich Startreihe drei - Strafe für Engel

Mit Luca Engstler auf P4 gelang dem österreichischen Rennstall GRT ein starkes Teamergebnis. Engstler wies einen Rückstand von immerhin 0,328 Sekunden zu seinem Teamkollegen Pepper auf. Hinter Auer auf P5 bleibt es spannend: Der Landgraf-Pilot hat seinen Titel-Konkurrenten Jack Aitken direkt hinter sich. Mit Maro Engel (Winward-Mercedes) fuhr ein dritter AMG-Pilot in die Top-7, aber: Engel kassierte im Nachgang eine 3-Platz-Gridstrafe, weil er Thomas Preining im Qualifying blockiert hatte.

Die Top-10 des Qualifyings komplettierten Thierry Vermeulen im dritten Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing, der frühere DTM-Champion Thomas Preining (Manthey-Porsche) und dessen Teamkollege Ayhancan Güven.

So lief es für Schubert-BMW und Abt-Lamborghini

Für die beiden Schubert-Piloten Marco Wittmann und Rene Rast lief es auf der 'BMW-Angststrecke' besser als erwartet - dennoch nicht allzu aussichtsreich: Wittmann landete mit 0,593 Sekunden Rückstand an zwölfter Stelle, Teamkollege Rast hofft von P15 auf eine Aufholjagd.

In ähnlichen Gefilden fand sich das Sorgen-Team der DTM, Abt-Lamborghini, wieder. Nicki Thiim für seinen Huracan auf den 13. Platz, während Teamkollege und amtierender Champion Mirko Bortolotti mit P17 vorlieb nehmen musste. Der in Wien lebende Italiener kassiert für das heutige Rennen allerdings eine 5-Platz-Gridstrafe wegen seiner dritten Verwarnung. Die Äbte hatten sich nach den ordentlichen Leistungen in den Trainings am Freitag zumindest etwas optimistischer gezeigt als zuletzt.

Timo Glock (Dörr-McLaren), der am Freitagnachmittag die Bestzeit gesetzt hatte, fuhr auf den 14. Platz. "Leider hatten wir im Qualifying ein Problem mit der Bremse und konnten unseren normalen Aufwärm-Prozess nicht durchführen. Eine weitere Challenge im heutigen Rennen nach dem tollen Start gestern", so Glock. Sein McLaren-Teamkollege Ben Dörr ordnete sich dahinter auf P18 ein. Dörr rückt durch die Bortolotti-Strafe aber immerhin auf den 17. Rang nach vorne. Die beiden Dörr-Piloten trennte knapp eine Zehntelsekunde.