Wenn die DTM vom 8. bis 10. August auf dem Nürburgring startet, sitzen die Verfolger dem Spitzenreiter Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) im Nacken. Der Österreicher liegt im Mercedes-AMG seit dem dritten Saisonrennen ununterbrochen in Führung, doch die Konkurrenz holte zuletzt deutlich auf. Vor den beiden Rennen auf der actionreichen Sprintstrecke des Nürburgrings liegen die Top-Fünf in der Meisterschaft nur durch acht Punkte getrennt.

Mercedes-AMG-Pilot Lucas Auer glänzte vor allem zu Saisonbeginn mit zwei Siegen in den ersten drei Rennen. Danach sammelte der 30-Jährige zwar fleißig Punkte, Top-Platzierungen blieben allerdings aus. "Die DTM ist sehr ausgeglichen, an der Spitze geht es eng zu. Das Wichtigste bei unseren Sprintrennen ist es, sich im Qualifying vorne zu platzieren", verrät der Tabellenführer.

Mann der Stunde: Thomas Preining

"Entscheidend ist, den maximalen Speed aus dem Fahrzeug herauszuholen. Dazu gehört auch am Nürburgring ein perfektes Setup, außerdem musst du als Fahrer die Reifen im Griff haben", so Auer. Mann der Stunde ist jedoch sein Landsmann Thomas Preining (Manthey EMA): Der 27-Jährige holte im Porsche 911 GT3 R starke 61 Zähler aus den letzten drei Rennen. Preining begeisterte mit spektakulären Überholmanövern auf der Strecke und möchte seinen Höhenflug beim "Grello"-Heimspiel fortsetzen.

Hinter den beiden Österreichern liegen drei Fahrer fast gleichauf in unmittelbarer Schlagdistanz zur Spitze. Lamborghini-Pilot Jordan Pepper (TGI Team Lamborghini by GRT) ist punktgleich mit Preining Dritter und feierte am Norisring seinen ersten DTM-Sieg. Der Südafrikaner ist vor allem im Qualifying hellwach: Mit zehn Zählern holte er im Zeittraining mehr Punkte als jeder andere Fahrer.

Hinter Pepper folgt der ehemalige Formel-1-Pilot Jack Aitken (Emil Frey Racing). Der Brite hat in diesem Jahr im Ferrari 296 GT3 Speed mit Konstanz kombiniert und ist Vierter. Punktgleich auf Position fünf lauert der erfahrene Maro Engel (Mercedes-AMG Team Winward Racing) im Mercedes-AMG GT3, der strategisch clever agiert. Sechs der acht Rennen beendete der Routinier in den Top-Fünf.

    Keyfacts, Nürburgring:
  • Streckenlänge: 3.629 Meter
  • Layout: Elf Kurven (sieben Rechts-, vier Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
  • Sieger 2024, Rennen 1: Kelvin van der Linde (Abt Sportsline, Audi R8 LMS GT3 Evo2)
  • Sieger 2024, Rennen 2: Sheldon van der Linde (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3) Fünfkampf an der Spitze

Ford-Heimspiel in der Eifel

HRT Ford Performance kommt in der Comeback-Saison von Ford mit Rückenwind zum Heimrennen. Der Rennstall vom Nürburgring setzt zwei Ford Mustang GT3 ein, Arjun Maini (IND) gelang zuletzt am Norisring mit Platz fünf das beste DTM-Ergebnis im neuen US-Rennwagen. "Der Norisring war ein echtes Highlight. Diesen Aufwärtstrend wollen wir in der zweiten Saisonhälfte fortsetzen. Der Nürburgring ist fürs Team und für mich ein Heimspiel. Wir wollen den Fans eine tolle Show bieten", sagt Maini, der in Troisdorf zwischen Bonn und Köln lebt.