Motorsport-Magazin.com Plus
Tipp
DTM / Hintergrund

DTM: Die spannendsten Statistiken zur Saison 2021

Vom Starterfeld über die Qualifying-Könige bis hin zu Führungskilometern: Motorsport-Magazin.com zeigt die spannendsten Statistiken zur DTM-Saison 2021.
von Robert Seiwert & Arno Wester

Motorsport-Magazin.com - Neue Teams, Fahrer und natürlich ein verändertes Reglement: Die DTM-Saison 2021 hatte es in sich! Motorsport-Magazin.com präsentiert die interessantesten Statistiken zum ersten Jahr mit den GT3-Rennautos seit dem Beginn der Traditionsserie 1984.

Der Rennkalender: Die DTM absolvierte 2021 16 Rennen auf acht unterschiedlichen Strecken, vier davon in Deutschland. Zum ersten Mal in der über 30-jährigen DTM-Geschichte wurden weniger als neun Veranstaltungen ausgetragen. Nur 16 Rennen gab es allerdings schon einmal: bei der DTM-Rückkehr im Jahr 2000, als die beiden geplanten Rennen auf dem Lausitzring wegen sintflutartiger Regenfälle und damit verbundener Kanalisationsprobleme buchstäblich ins Wasser fielen.

Das Starterfeld: 11 Teams mit 19 Fahrern von 5 unterschiedlichen Marken waren 2021 permanent eingeschrieben. Marken-Meister Mercedes-AMG stellte mit 7 Autos die Hoheit im Starterfeld. Auf dem Nürburgring gingen mit 23 Autos inklusive 4 Gaststartern so viele an den Start wie bei keinem anderen Rennwochenende.

Die meisten Siege: Kelvin van der Linde war mit 4 Siegen der erfolgreichste Fahrer in dieser Kategorie. Meister Maximilian Götz und Vize-Champion Liam Lawson gewannen je 3 Rennen. Marco Wittmann und Lucas Auer konnten je 2 Siege verbuchen, Alex Albon und Philip Ellis gewannen jeweils 1 Rennen. Die erfolgreichste Marke war Mercedes-AMG mit 6 Siegen.

Die meisten Podestplätze: Liam Lawson fuhr in 16 Rennen 10 Mal auf das Podium - so häufig wie kein anderer Fahrer. Maximilian Götz siegte bei 3 seiner insgesamt 8 Podestfahrten, Kelvin van der Linde stand bei 5 Podiumserfolgen sogar 4 Mal ganz oben auf dem Treppchen. Auch Marco Wittmann fuhr 5 Mal in die Top-3. 13 unterschiedliche Piloten standen 2021 mindestens 1 Mal auf dem Podium. Mercedes-AMG führte die Marken-Statistik mit 18 Podestplätzen vor Ferrari (14) und Audi (10) an.

Die meisten Pole Positions: Auch in dieser Kategorie war Kelvin van der Linde Spitzenreiter: 5 Poles, die er in 4 Siege umwandelte. Liam Lawson startete 4 Mal vom ersten Platz, Marco Wittmann 2 Mal. Je 1 Pole holten: Vincent Abril (nachträglich disqualifiziert), Sheldon van der Linde, Philip Ellis, Alex Albon und Lucas Auer. Kelvin van der Linde startete sogar 8 Mal aus Reihe 1, Lawson 7 Mal.

Der Quali-König: In der Gesamtwertung hat es am Ende nur zu Platz drei gereicht. In der Qualifikation aber, in denen die drei schnellsten Piloten Zusatzpunkte (P1=3, P2=2, P3=1) erhalten, war Kelvin van der Linde mit 21 Zähler der Beste. Einen Punkt weniger hatte Liam Lawson (20). Nur noch Marco Wittmann (13) und Lucas Auer (12) sicherten sich ebenfalls eine zweistellige Punkteausbeute.

Der Samstag-Sieger: Und noch ein inoffizieller Titel für Kelvin van der Linde, der in den Samstagsrennen neun Punkte mehr einfuhr als Rivale Liam Lawson (122:113) und damit auch in dieser Tabelle P1 belegte. Auf Rang drei hat Champion Maxi Götz bereits 18 Zähler Rückstand auf KvdL.

Der Sonntag-Gewinner: Nicht nur beim Finalrennen am Norisring war der Sonntag für Maxi Götz ein perfekter Tag. Insgesamt erzielte er am zweiten DTM-Tag 119 Punkte und lag damit in diesem Tableau ebenfalls an erster Stelle - gefolgt von Markenkollege Lucas Auer, der lediglich sechs Punkte (113) zurücklag. Erstaunlich: Der Österreicher holte am Sonntag mehr als viermal so viele Zähler wie tags zuvor (nur 27).

DTM 2021: Rückblick auf die erste Saison mit GT3-Autos: (52:00 Min.)

Die meisten Führungskilometer: Sammelte Kelvin van der Linde mit insgesamt 615 Kilometern. Mit deutlichem Rückstand belegte Abt-Teamkollege Mike Rockenfeller (296 km) den zweiten Rang in dieser Kategorie vor Liam Lawson (214 km). 21 unterschiedliche Fahrer führten 2021 ein Rennen an, wobei Führungsrunden ohne bereits absolvierten Pflicht-Boxenstopp eingerechnet werden.

Führungswechsel in der Meisterschaft: Nur 3 unterschiedliche Fahrer führten die Gesamtwertung in der DTM-Saison 2021 an: Kelvin van der Linde (10 Rennen lang), Liam Lawson (5 Rennen) und Maximilian Götz, der erstmals beim letzten Rennen auf dem Norisring die Spitze übernahm und damit den Titel gewann.

Der erfolgreichste Gaststarter: Mirko Bortolotti zeigte das Potenzial des T3-Lamborghini bei seinem einzigen Gaststart in Assen auf. Der Lambo-Werksfahrer belegte im Samstagsrennen nach Start von P3 den 2. Platz. Mit Luca Stolz gelang einem weiteren Gastfahrer 2021 der Sprung aufs Podium. Der Mercedes-Pilot aus dem Team Toksport WRT verlor auf dem Nürburgring allerdings Platz 2 nachträglich, weil er für einen Unfall mit einem Mechaniker eine 30-Sekunden-Zeitstrafe kassierte. Gastfahrer waren per Reglement nicht punktberechtigt.

Der jüngste/älteste Fahrer im Starterfeld: Liam Lawson war beim Saisonauftakt in Monza mit 19 Jahren und 133 Tagen der jüngste aller Fahrer und ging zudem als jüngster Rennsieger in die Geschichtsbücher der DTM ein. Der älteste Fahrer war Gaststarter Hubert Haupt bei seinem vierten Saisonrennen auf dem Hockenheimring: 52 Jahre und 169 Tage. Der HRT-Teambesitzer ging damit sogar als drittältester DTM-Starter nach Freddy Kottulinsky (1986 Nürburgring: 53 Jahre, 11 Monate, 23 Tage) und Achille Voltolina (1993 Hockenheim: 53 Jahre, 6 Monate, 17 Tage) in die Historie ein.

Die häufigsten Punktefahrten: Maximilian Götz fuhr mit Konstanz zur DTM-Meisterschaft, der Mercedes-Pilot punktete in 15 von 16 Rennen. Nur auf dem Lausitzring sah er 1 Mal nicht die Zielflagge. Vize-Champion Liam Lawson ging 5 Mal leer aus, der Gesamtdritte Kelvin van der Linde 2 Mal. Marco Wittmann punktete als einziger Fahrer in den ersten 12 Rennen, bevor ihn und alle weiteren BMW die BoP einbremste und er 3 Mal in Folge leer ausging. Nimmt man die Extrapunkte aus dem Qualifying dazu, gelang es Lucas Auer als einzigem Fahrer, an jedem DTM-Tag Punkte zu holen.

Die meisten schnellsten Rennrunden: 11 unterschiedliche Fahrer erzielten in einem Rennen die schnellste Rundenzeit. Nur Alex Albon (3 Mal), Kelvin van der Linde, Liam Lawson und Nico Müller (je 2 Mal) gelang dies mehr als 1 Mal. Schnellste Rennrunden werden in der DTM im Gegensatz zu zahlreichen anderen Rennserien wie der Formel 1 nicht mit Meisterschaftspunkten belohnt.

Die meisten Ausfälle: ROWE-Pilot Sheldon van der Linde war mit 6 Ausfällen der große Pechvogel der DTM-Saison 2021. Nur Maxi Buhk, Dev Gore und Arjun Maini legten aus dem Kreis der permanenten Starter noch weniger Rennkilometer zurück als das BMW-Toptalent, wobei aus diesem Quartett nur van der Linde bei allen 16 Rennen antrat.

Die besten DTM-Piloten: Mit Blick auf die gesamte DTM-Karriere war Marco Wittmann 2021 der erfolgreichste Fahrer im Starterfeld. Der zweifache Champion hatte am Saisonende mit 1.315 Punkten die meisten aller Fahrer auf dem Konto. Auf Platz 2 lag DTM-Veteran und Ex-Meister Mike Rockenfeller (1.151 Punkte) vor Nico Müller (937 Punkte). Timo Glock (677 Punkte), Lucas Auer (546 Punkte) und der frischgebackene Champion Maxi Götz (272 Punkte) komplettieren die Top-6 in dieser Kategorie.

Das engste Qualifying: Die Zeitenjagden waren 2021 größtenteils eine knappe Angelegenheit, am engsten ging es im Samstags-Qualifying in Assen zu. Pole-Setter Liam Lawson und Marco Wittmann trennten nur 0,016 Sekunden! Auch in beiden Monza-Qualifyings, am Lausitzring, in Zolder, in Spielberg, sonntags in Assen, in Hockenheim sowie beim Norisring-Finale lag weniger als eine Zehntelsekunde zwischen dem Erst- und Zweitplatzierten. Den größten Quali-Vorsprung hatte Kelvin van der Linde mit 0,483 Sekunden am Samstag in Hockenheim.

Das engste Rennen: Auf dem Red Bull Ring klebte Pole-Setter Marco Wittmann bis zum Rennende im Heck des späteren Siegers Liam Lawson, beim Zieleinlauf trennte das dominante Duo nur 0,215 Sekunden! Sieger und Zweiplatzierter lagen auch in Zolder (Kelvin van der Linde 0,696 Sekunden vor Mike Rockenfeller), Assen (Lucas Auer 0,593 Sekunden vor Liam Lawson) sowie auf dem Norisring (Maximilian Götz 0,869 Sekunden vor Lucas Auer) weniger als 1 Sekunde auseinander. Den größten Vorsprung in einem Rennen hatte Kelvin van der Linde am Samstag auf dem Nürburgring: 13,503 Sekunden vor Philip Ellis.


Weitere Inhalte: