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DTM-Kalender: Norisring erstmals Finale, Hockenheim verzichtet

DTM-Hammer und Novum zugleich: Der Norisring-Event 2021 findet definitiv statt - und das sogar als Saisonfinale. Auch die Nürburgring-Rennen sind fix.
von Arno Wester

Motorsport-Magazin.com - Es war klar, dass der DTM-Kalender noch einmal geändert werden würde, weil die für Anfang Juli geplante Veranstaltung auf dem Nürnberger Norisring wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Der Clou dabei ist die Tatsache, dass das Highlight einer jeden DTM-Saison erstmals als Finale über die Bühne gehen wird – ein Novum in der DTM-Geschichte seit 1984!

DTM-Finale am Norisring

Der nun offiziell feststehende Coup wurde Motorsport-Magazin.com vorab von mehreren Insidern – und für die Redaktion wenig überraschend – bestätigt. Denn vor etwas mehr als zwei Monaten (!) hatte Motorsport-Magazin.com exklusiv darüber berichtet, welche Möglichkeiten die Stadt Nürnberg hat, die DTM und Tausende Fans erstmals seit 2019 wieder begrüßen zu dürfen, nachdem der ursprüngliche Termin Anfang Juli wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste.

Nachdem der Terminkalender der 2. Fußball-Bundesliga veröffentlicht worden war, standen drei Termine zur Wahl: 10. bis 12.09, 24. bis 26.09. und 08. bis 10.10. Auf letztere Möglichkeit haben sich nun die Verantwortlichen geeinigt. Die Idee, dass über diesen Termin überhaupt nachgedacht wurde, hatte übrigens Motorsport-Magazin.com der ITR nahegelegt und diese Möglichkeit bereits am 20. Mai dieses Jahres in einer Exklusiv-Story spekuliert!

Dass diese Sensation überhaupt möglich ist, hat aber nicht nur mit Fußball-Terminen zu tun, sondern vor allem mit der Zusage der Hockenheim-Ring GmbH. Die Verantwortlichen verzichten nämlich auf die vertragliche Vereinbarung, dass in diesem Jahr und fast schon traditionell, das DTM-Saisonfinale wieder im badischen Motodrom stattfindet.

"Wir haben mit der ITR Gespräche geführt und können bestätigen, dass die DTM-Veranstaltung wie geplant vom 1. bis 3. Oktober in Hockenheim stattfindet", betonte Jorn Teske, Geschäftsführer der Hockenheim-Ring GmbH, den ursprünglich geplanten Termin gegenüber Motorsport-Magazin.com. Damit war klar, dass der Norisring das finale sein würde

"Ein ganz besonderer Dank geht wirklich an die Verantwortlichen des Hockenheimring, die für diese Lösung offen sind. Hockenheimring und Norisring an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden – das wird ein überragendes Ende einer spannenden Saison", meinte Frederic Elsner, Direktor Event & Operations der DTM-Dachorganisation ITR.

Der lobenswerte Austausch der Verantwortlichen und die immer wieder heraufbeschworene DTM-Familie haben nun dazu geführt, dass eine für fast unmöglich gehaltene Rochade (Nürnberg nach Hockenheim) nun tatsächlich in die Tat umgesetzt wird. Dafür muss man allen Beteiligten ein großes Kompliment aussprechen.

Frederic Elsner, Direktor Event & Operations der ITR betonte in einem Gespräch mit Motorsport-Magazin.com die Wichtigkeit der bei Fans äußerst beliebten Veranstaltung. "Die Rennen auf dem Norisring sind seit vielen Jahren ein besonderer DTM-Event. Deshalb freuen wir uns nach der Corona bedingten Absage im vergangenen Jahr, 2021 wieder in Nürnberg Gast sein zu dürfen - wenn diesmal auch etwas später als traditionell üblich, dafür aber wieder mit Zuschauern", so der Wunsch von Elsner.

Interessierte Fans sind, wie schon am vergangenen Wochenende in der Lausitz, auch in Nürnberg zugelassen – nach momentanem Stand allerdings nur 20.000 bis 25.000. Und diese Zahlen ändern sich praktisch wöchentlich, wie aktuell die Auslastungen in den beiden Fußball-Bundesligen beweisen. Der Start des Kartenvorverkaufs für den Norisring-Event ist für Mitte August geplant.

Nürburgring-Rennen fix

Wie Elsner schon vor Wochen versichert hat, bleibt es bei "acht DTM-Events und 16 Rennen 2021". Auch die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG hat trotz der verheerenden Schäden durch die Flutkatastrophe in den umliegenden Gemeinden und Ortschaften heute offiziell bestätigt, dass die DTM der erste Rennevent nach einer fünfwöchigen Pause ist.

Auch dieser Termin war gefährdet, weil die Verantwortlichen am Ring dem Land Rheinland-Pfalz insgesamt 70.000 qm als Basislager für die Katastrophenhilfe zur Verfügung gestellt hatten.

Die jetzt feststehenden Termine haben zudem einen großen Vorteil: Ein möglicher Triple-Header, also drei Veranstaltungen innerhalb von 14 Tagen ist vom Tisch. Lediglich ein Doppel-Header und nicht wie im vergangenen Jahr deren drei müssen die Teams nun in Kauf nehmen.


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