DTM

DTM: Japaner-Gaststart beim Saisonfinale in Hockenheim fix!

Jetzt ist es offiziell: Drei japanische Hersteller werden Rennwagen zum DTM-Finale nach Hockenheim schicken. DTM-Delegation reist nach Fuji für Show-Rennen.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Jetzt ist es offiziell: Rennwagen aus der japanischen Super GT-Serie werden beim diesjährigen Saisonfinale der DTM auf dem Hockenheimring (04.-06. Oktober) einen Gaststart absolvieren. Das hatte Motorsport-Magazin.com bereits Anfang Februar exklusiv vermeldet. Wie die ITR nun in einer Pressemitteilung bekanntgab, werden drei Rennwagen von Honda, Lexus und Nissan in Hockenheimring antreten.

Die GT500-Boliden der drei japanischen Autobauer werden nach Informationen von Motorsport-Magazin.com mit einer Balance of Performance ausgestattet. Die japanische Super GT startet schon länger mit dem Turbo-Motor, der 2019 erstmals in der DTM zum Einsatz kommt. Das komplette Class-1-Reglement hält ab 2020 Einzug in die Japan-Serie, während in Deutschland schon ab dieser Saison mit den neuen Regeln gefahren wird.

"Damit bieten wir den DTM-Fans zum Saisonabschluss ein echtes Highlight", sagt ITR-Geschäftsführer Achim Kostron. "Sechs Marken in der Startaufstellung eines DTM-Rennens - einfach beeindruckend. Dies ist ein Beleg für das enorme Potenzial der Kooperation von SUPER GT und DTM."

Mindestens zwölf DTM-Autos nach Fuji

Im Gegenzug schickt die DTM am 23. und 24. November 2019 eine Delegation zu einem eigenständigen Renn-Event mit der Super GT nach Fuji. Es ist geplant, dass mindesten zwölf DTM-Fahrzeuge auf der Rennstrecke unweit des Mount Fuji gegen die japanischen Autos antreten.

Wie in der DTM üblich, werden zwei Rennen ohne Fahrerwechsel absolviert. Ein Novum für die Super GT, wo längere Rennen mit Fahrerwechsel stattfinden. Es ist geplant, dass in Fuji alle Autos auf Einheitsreifen des DTM-Partners Hankook antreten.

2017 war die DTM zu Besuch beim Super-GT-Lauf in Motegi - Foto: DTM

Berger: Ein weiterer Meilenstein

"Dies ist ein weiterer Meilenstein in der Partnerschaft der beiden Serienbetreiber GTA und ITR", sagt der ITR-Vorsitzende Gerhard Berger. Der ehemalige Formel-1-Fahrer weiter: "Ich danke dem GTA-Vorsitzenden Masaaki Bandoh sowie der Organisation der Rennstrecke von Fuji für ihre bisherige Arbeit. Der Fuji Speedway ist eine weltbekannte, moderne Rennstrecke - ein würdiger Austragungsort für ein Spektakel mit Rennfahrzeugen aus SUPER GT und DTM."

GTA-Chef Masaaki Bandoh sagt: "Die gemeinsame Rennveranstaltung von DTM und SUPER GT kann endlich verwirklicht werden. Ich möchte der ITR mit ihrem Vorsitzenden Gerhard Berger meinen Dank für die gute Zusammenarbeit aussprechen. Darüber hinaus danke ich den Verantwortlichen des Fuji Speedway, die aktiv an der Umsetzung unseres Vorhabens mitgewirkt haben. Ich freue mich sehr, dass wir das Event gemeinsam ausrichten werden."

Hoffen auf Superstar Jenson Button

Schon 2017 am Rande des DTM-Finales drehten zwei Rennwagen von Toyota-Tochter Lexus und Nissan einige Demorunden auf dem Hockenheimring. Diesmal werden alle drei japanischen Autobauer, also auch Honda, in die DTM-Rennen integriert.

Die Hoffnungen ruhen vor allem auf einem Auftritt von Jenson Button. Der frühere Formel-1-Star gewann 2018 die Super-GT-Meisterschaft mit Honda und tritt auch 2019 wieder für den Autobauer aus Tokio an. Welche Fahrer in Hockenheim antreten, soll laut ITR zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden.

Der frühere F1-Weltmeister Jenson Button wäre der große Star in Hockenheim - Foto: LAT

Deshalb keine zwei Einzel-Events

Dass das ursprünglich angekündigte, alleinstehende Event in Deutschland einem Gaststart der Japaner weichen muss, lag an mehreren Faktoren. Vor allem an den Kosten, nachdem Audi und BMW von zwei weiteren Veranstaltungen neben den neun regulären DTM-Rennwochenenden nicht begeistert waren.

Die beiden Hersteller kalkulierten nach Informationen von Motorsport-Magazin.com stets mit zehn Veranstaltungen im DTM-Budget. Auch das Thema 'Laufleistung' der neuen Turbo-Motoren, die ab 2019 in der DTM Einzug halten, spielte eine immer bedeutendere Rolle.

Zudem war die Logistik ein wesentlicher Punkt. Die Rennkalender von DTM und Super GT hätten es kaum zugelassen, während der laufenden Saison eine solche Zusatz-Veranstaltung auszutragen. Und bei einem Termin nach dem DTM-Saisonfinale hätte in Deutschland die Gefahr schlechter Wetterbedingungen bestanden.


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