DTM

DTM Budapest 2018: Mercedes-Pilot Di Resta auf Pole

Der frühere DTM-Champion Paul Di Resta sichert sich die Pole Position für das Budapest-Rennen am Samstag. Audi wieder da, Timo Glock komplett abgeschlagen.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Die DTM gastiert zum ersten Auslandsgastspiel der Saison 2018 in Budapest. Paul Di Resta erwischte den besten Auftakt ins dritte Rennwochenende: Der Mercedes-Pilot sicherte sich die Pole Position am Samstagvormittag für das anschließende Rennen (ab 13:30 Uhr live bei Sat.1 und im Live-Ticker von Motorsport-Magazin.com).

Di Resta fuhr in 1:37.349 Minuten die schnellste Rundenzeit aller 18 Piloten. Es war die achte DTM-Pole für den Ungarn-Sieger von 2017. Neben ihm belegte Nico Müller den zweiten Startplatz. Der Audi-Pilot erzielte eine persönliche Bestzeit von 1:37.484 Minuten - 0,135 Sekunden Rückstand auf Pole-Setter Di Resta. Lucas Auer und der amtierende Champion Rene Rast nehmen Rennen von den Plätzen drei und vier in Angriff.

Auer hatte auf seinem letzten Run die Chance, sich die Pole zu schnappen. Nach einer Bestzeit im ersten Sektor leistete er sich jedoch einen Fahrfehler und musste seinem Mercedes-Markenkollegen den Vorrang überlassen. "Fuck it", lautete Auers Kommentar am Funk zum kleinen Patzer, der ihn einige Zehntel kostete.

Mercedes wieder stark

Die dritte Startreihe auf dem Hungaroring belegen die beiden Mercedes-Piloten Edo Mortara und Daniel Juncadella. Audi-Fahrer Jamie Green und Augusto Farfus (BMW) komplettieren die Top-8 des Qualifyings vor dem fünften Rennen der Saison 2018. Der Meisterschaftsführende Timo Glovck musste sich im Qualifying mit dem 16. Startplatz begnügen. Insgesamt war BMW unterlegen, nur Farufs rettete die Ehre halbwegs mit P8.

"Durch den Regen in den Trainingsessions war es natürlich nicht so einfach das richtige Setup zu finden", sagte Mercedes-Teamchef Uli Fritz. "Unsere Jungs haben dennoch einen super Job gemacht. Paul ist eine sensationelle Runde gefahren. Wir haben es wieder geschafft 5 Autos in den Top 10 zu qualifizieren. Das ist richtig stark."

Regen zum Budapest-Auftakt

Im Gegensatz zum Training am Samstagmorgen, blieb es im Qualifying trocken. Die Fahrer machten sich also relativ unvorbereitet ins 20-minütige Qualifying. In den Trainings-Sessions hatte Audi noch den Ton angegeben und jeweils die vorderen Plätze belegt. Die Ingolstädter waren in den vergangenen Jahren eine Macht auf dem Hungaroring. In dieser Saison taten sich die sechs Audi-Fahrer im Vergleich zur Konkurrenz von BMW und Mercedes allerdings sehr schwer.

"Für uns war das Qualifying in Sachen Ergebnisse ordentlich", sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. "Ich bin aber nicht ganz happy mit dem Verlauf, hatte mehr erwartet. Wir hätten mehr herausholen können, das ist uns aber nicht gelungen, weil das Timing für den 2. Run nicht optimal war. Das ist ein bisschen bitter nach unserem bisher besten Ergebnis in dieser Saison."

Zanardi in Budapest

Promi-Gast im Fahrerlager von Budapest: Alex Zanardi! Die Motorsport-Ikone schnupperte schon einmal bei BMW rein, bevor er Ende August in Misano einen Gaststart absolvieren wird. Der Italiener, der 2001 in Folge eines schrecklichen Unfalls auf dem Lausitzring beide Beine verloren hatte, bestreitet seine ersten Rennen in der DTM. Speziell für seine Bedürfnisse wird ein siebter BMW so umgebaut, dass Zanardi mit der Hand Gas geben und bremsen kann.


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter