DTM

Die Mercedes-Stimmen vor dem Rennen

Mit seiner ersten Pole Position startet Mika Häkkinen in sein drittes DTM-Rennen. Nicht ganz so gut waren seine Markenkollegen in der Super-Pole unterwegs.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Auf seine erste Pole Position musste Mika Häkkinen in einer spannenden Schlussphase lange auf die Bestätigung seiner Bestzeit warten. Als die beiden Opel von Marcel Fässler und Laurent Aiello, die Schnellsten im Qualifying, auf der Strecke waren, wurde das Einzelzeitfahren unterbrochen. Tom Kristensen (Audi A4 DTM) war auf seiner Auslaufrunde von der Strecke abgekommen, sein Auto musste entfernt werden. Fässler und Aiello gingen ein zweites Mal auf ihre Runden, konnten Häkkinen jedoch nicht bezwingen. Der Finne steht in einer rein skandinavischen ersten Startreihe neben dem Schweden Ekström.

Im Qualifying hatte Green als bester Mercedes-Fahrer in 2:33.391 die fünfte Zeit erzielt. Mika Häkkinen fuhr in 2:33.904 auf Rang acht vor Jean Alesi (2:33.917) und Gary Paffett (2:34.036). Der Engländer prallte auf seiner fünften schnellen Runde in der Fagnes-Kurve rückwärts in die Reifenstapel und beschädigte das Heck seines Wagens. Paffett konnte deshalb nicht am Einzelzeitfahren teilnehmen und blieb Zehnter.

Stefan Mücke (Mücke Motorsport AMG-Mercedes) verpasste als Elfter in 2:34.293 den Sprung in die Top Ten um rund eine Viertelsekunde. Bernd Schneider (Vodafone AMG-Mercedes) war Zwölftschnellster in 2:34.364. Die beiden Jahreswagenfahrer Alexandros Margaritis (Mücke Motorsport AMG-Mercedes/2:34.976) und Bruno Spengler (Junge Gebrauchte von Mercedes AMG-Mercedes/2:37.118) belegten die Plätze 15 und 19.

Mika Häkkinen (Sport Edition AMG-Mercedes):
Ich freue mich riesig über meine erste Pole Position in meinem dritten DTM-Rennen. Ich habe diese Bestzeit hauptsächlich meinem Team zu verdanken. Nachdem ich im Freien Training heute morgen 16. war, haben die Ingenieure und Mechaniker das Auto bis zum Qualifying deutlich verbessert. Das war perfekte Arbeit und ich musste es in der Super Pole nur noch umsetzen. Die Reifen hatten sehr guten Grip und das Auto lag super, ich konnte mir sogar einen kleinen Fehler erlauben. Danke an alle, jetzt will ich versuchen, aus diesem Startplatz am Sonntag im Rennen das Beste zu machen – am Liebsten so was wie heute.

Jean Alesi (AMG-Mercedes):
Ich war im Einzelzeitfahren als Erster draußen. Es war sehr nass und in Stavelot bin ich kurz in den Kies gerutscht. Das hat viel Zeit gekostet und ich ärgere mich darüber – trotzdem, morgen geht was.

Jamie Green (Salzgitter AMG-Mercedes):
In der Stavelot-Kurve habe ich für diese Wetterbedingungen viel zu hart gebremst und bin von der Strecke gerutscht. Das war ein echter Fehler. Ich hoffe, dass es am Sonntag trocken ist, dann traue ich uns durchaus etwas zu.

Gary Paffett (DaimlerChrysler Bank AMG-Mercedes):
In Fagnes nach der Doppellinkskurve habe ich einen kleinen Fehler gemacht. Das Auto brach aus und ich prallte rückwärts in die Reifenstapel. Die Teilnahme am Einzelzeitfahren war damit nicht möglich, aber morgen wird mein Auto OK sein.

Stefan Mücke (Mücke Motorsport AMG-Mercedes):
Ich bin zwischendurch eine langsamere Runde gefahren, um mehr sehen zu können. Doch als ich danach noch einmal attackieren wollte, wurden immer wieder gelbe Flaggen gezeigt, so dass ich mich nicht weiter verbessern konnte. Dennoch sind morgen Punkte möglich.

Bernd Schneider (Vodafone AMG-Mercedes):
Schade, dass ich das Einzelzeitfahren verpasst habe. In meiner schnellsten Runde im Qualifying war Christian Abt vor mir, es fehlten mir am Ende die drei Zehntelsekunden, die möglich waren. Trotzdem habe ich morgen vor, ein gutes Rennen einzufahren.

Alexandros Margaritis (Mücke Motorsport AMG-Mercedes):
Das Auto hat stark übersteuert, deshalb gelang mir keine bessere Runde. Im Freien Training am Vormittag, als es noch nicht so stark geregnet hat, war ich noch unter den Top Ten. Deshalb bin ich jetzt etwas enttäuscht.

Bruno Spengler (Junge Gebrauchte von Mercedes):
Die Bedingungen waren heute sehr schwierig mit starkem Aquaplaning und sehr schlechter Sicht. Ein Handicap besonders, für mich, weil ich die Strecke noch nicht gut kenne.

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug:
Glückwunsch an Mika Häkkinen. Das war eine großartige Runde. Er ist am Limit gefahren und manchmal vielleicht auch ein wenig darüber. Mika hat in Spa schon immer außergewöhnliche Leistungen gezeigt und war jetzt Extraklasse. Glückwunsch an das HWA-Team um Gerhard Ungar und Hans-Jürgen Mattheis, sie haben Mika das Auto optimal vorbereitet. Alle drei Hersteller hatten heute die Chance auf die Pole Position. Schade für Opel, Marcel Fässler oder Laurent Aiello hätten Mika heute möglicherweise schlagen können, wenn das Einzelzeitfahren an einem Stück ausgetragen worden wäre. Die Startaufstellung mit vier Mercedes-Benz, vier Audi und zwei Opel auf den ersten zehn Positionen verspricht für morgen ein gutes Rennen.


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