Exklusiv
DTM

DTM Audi-Pilot Timo Scheider: Handy raus! Zeig uns deine Apps

Neue Serie auf Motorsport-Magazin.com - DTM-Fahrer zeigen uns ihre Handy-Apps. Diesmal: Timo Scheider über seine Handy-Sucht und eine üble Stalker-Geschichte.
von Robert Seiwert & Stefanie Szlapka

Motorsport-Magazin.com - Timo, wir starten eine neue Serie: ‚Handy raus! Zeig uns deine Apps´. Also, zeig doch bitte mal dein Handy her.
Timo Scheider: Was?! Moment... [Timo ändert schnell das Hintergrund-Bild seines Start-Screens. Jetzt sehen wir seinen schwarzen Audi RS5 DTM. Was da vorher zu sehen war, wollte er nicht verraten...]

Timo Scheider: Okay, jetzt können wir loslegen!

Bist du etwa ein Handy-Chaot? Dein Startbildschirm sieht ziemlich ungeordnet aus mit den ganzen Apps...
Timo Scheider: Nee, überhaupt nicht. Ich hasse es einfach nur, wenn ich immer erst in die Unterordner klicken muss, um eine App zu finden. Die Apps, die ich am meisten nutze, habe ich gern direkt klickbereit. Manchmal bin ich auch ein wenig schusselig und vergesse, welche App ich in welchen Unterordner gepackt habe. Und bevor ich sie dann gar nicht mehr finde, lasse ich sie lieber auf dem Startbildschirm.

Manchmal bin ich auch ein wenig schusselig und vergesse, welche App ich in welchen Unterordner gepackt habe.
Timo Scheider

Welche Apps nutzt du denn am häufigsten?
Timo Scheider: Am meisten nutze ich Mails und WhatsApp, vor allem die Gruppen-Chats. Ich habe eine für mein eigenes Formel-4-Team, dann gibt es eine für die Mechaniker und eine für die Techniker. So brauche ich keine E-Mails zu schreiben, bei denen dann jemand sagen könnte: ‚Hab ich nicht bekommen´. Der blaue Haken bei WhatsApp ist da schon hilfreich.

Timo Scheider hat sein Handy praktisch immer in der Hosentasche - Foto: Motorsport-Magazin.com

Habt ihr in der DTM auch WhatsApp-Gruppen?
Timo Scheider: Ja, zum Beispiel für unsere Fahrervereinigung. Da sind vor allem die Ansprechpartner der drei Hersteller sowie Manuel Reuter drin. Das ist vor allem gut am Wochenende, weil man sich schnell mal zusammenschreiben kann, wenn es etwas Wichtiges zu besprechen gibt.

Welche Apps nutzt du, die du unseren Lesern empfehlen kannst?
Timo Scheider: ‚Timer´ ist gut. Das ist eine App für mein Kraft-Ausdauertraining, mit der du Vorbereitungs-, Workout- und Erholungszeit einstellen kannst. Du kannst die Anzahl der Sätze und der Wiederholungen einstellen und musst dann nicht ständig auf irgendeine Uhr schauen. Die App nutze ich, wenn ich bei mir zuhause im Keller trainiere.

Was noch?
Timo Scheider: ‚Shazam´ nutze ich häufiger, ich bin ja ein großer Musik-Fan. ‚Cam Card´ finde ich auch gut. Du kannst Visitenkarten scannen und die komplette Anschrift wird sofort in deine Kontakte gespeichert. Funktioniert sogar ganz gut. Ich hasse ja Visitenkarten, zuhause liegen tausende davon einfach auf einem Stapel. Als Wetter-App habe ich ‚Weather Pro´, das benutze ich seit Jahren und habe sensationelle Erfahrungen gemacht.

Ich wollte jetzt nicht so plump sein und sagen: Natürlich nutze ich die Audi Sport App jeden Tag, direkt nach dem Aufstehen!
Timo Scheider

Wir hätten jetzt noch einen anderen App-Tipp von dir als Audi-Pilot erwartet...
Timo Scheider: Die ‚Audi Sport´ App habe ich natürlich auch auf dem Handy. Ich wollte jetzt aber nicht so plump sein und sagen: Natürlich nutze ich die Audi Sport App jeden Tag, direkt nach dem Aufstehen! Was ich mir in der App aber ab und zu anschaue, ist das Social Buzz. Das ist ein Gesamt-Ranking aller Audi-Fahrer, in dem man sehen kann, wer die meisten Follower hat. Da bin ich ganz gut dabei.

Auch Spiele auf dem Handy?
Timo Scheider: Puh, da muss ich mal schauen, was ich hier habe. ‚Wahr oder falsch´ und ‚Blamieren oder Kassieren´ spiele ich, wenn mir mal langweilig sein sollte. Das kommt aber eigentlich nur im Flugzeug vor.

Ein genauer Blick auf Timo Scheiders Handy - und 3 verpasste Anrufe - Foto: Motorsport-Magazin.com

Hast du dein Handy eigentlich immer in der Tasche?
Timo Scheider: Also ich bin jemand, der zu oft mit dem Handy beschäftigt ist. Eigentlich würde ich gern einen Handy freien Tag pro Woche einführen, auch im Sinne der Familie. Meine bessere Hälfte sagt mir ständig: ‚Jetzt leg mal das verdammte Ding weg!´ Verständlich auf der einen Seite, auf der anderen gehört das Handy eben zu meinem Business. Ob´s Fahrer, Mechaniker oder Ingenieure aus der DTM oder der Formel 4 sind - irgendjemand ruft immer an.

Das klingt anstrengend...
Timo Scheider: Ja, manchmal schon. Inzwischen hat es sich so eingebürgert, dass es kein zeitliches Limit mehr gibt. Frei nach dem Motto: Wenn mein Handy klingelt, dann muss ich ja da sein und auch abheben. Rückblickend habe ich das vielleicht selber einreißen lassen. Früher war ich nämlich ganz genauso.

Also ist dein Handy immer eingeschaltet?
Timo Scheider: Zu 99 Prozent, ja. Außer in der Nacht, da sage ich ganz klar: Nein. Es gab mal eine Zeit, in der so ein Stalker x-Mal in der Nacht angerufen hat. Das war eine ganz üble Geschichte. Irgendwann habe ich mir angewöhnt, das Handy auszumachen, wenn ich ins Bett gehe.

Es gab mal eine Zeit, in der so ein Stalker x-Mal in der Nacht angerufen hat. Das war eine ganz üble Geschichte.
Timo Scheider

Hast du schon mal ein Handy verloren?
Timo Scheider: Nein, bisher noch nicht. Auch noch keins kaputtgemacht, da hatte ich immer Glück. Aber ich glaube, diese Situation hatte jeder schon mal, wo er das Handy nicht direkt gefunden hat. Da wird dir warm und kalt, du wirst nervös und überlegst, wo du es zuletzt hattest. Ein Handy zu verlieren, ist schon blöd, meist hat man ja doch viele und wichtige Informationen drauf gespeichert.

Und wenn du es doch mal verlieren würdest?
Timo Scheider: Das wäre eine Katastrophe! Ich würde hoffen, dass der Akku leer ist und niemand mehr drauf zugreifen kann. Ich mache auch Back-ups zuhause und sichere die Daten zusätzlich auf einer externen Festplatte. Vor vielen Jahren ist mir mal ein Handy abgestürzt. Das war mir eine Lehre. Da musste ich alle Nummern und Kontakte von Hand neu einspeichern. Glaubt mir, das war kein Spaß! Mittlerweile ist das Handy ja das halbe Leben, das mobile Büro. Das ist schon eine brutale Erleichterung. Andererseits auch krass, wie sehr man sich daran gewöhnt.


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter