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DTM

Meisterschaftskampf spitzt sich zu - Spengler gewinnt in Oschersleben

Der Sieg in Oschersleben geht an Bruno Spengler. Hinter ihm schafften Gary Paffett und Jamie Green den Sprung auf das Podium.
von Philipp Schajer

Motorsport-Magazin.com - Bruno Spengler ist der Sieger des Rennens in Oschersleben. Der BMW-Pilot feierte vor Gary Paffett und Jamie Green seinen dritten Saisonsieg. In der Meisterschaft liegt Spengler bei zwei ausstehenden Rennen damit nur mehr elf Punkte hinter Paffett zurück. Als Vierter gelang Dirk Werner sein bestes DTM-Ergebnis, der Rookie verwies Augsto Farfus und Mike Rockenfeller auf die Plätze. "Eine Wahnsinnsleitung von Bruno, unglaublich wie er das immer macht. Im Moment bin ich überwältigt, ein super Rennen", freute sich BMW-Motorsportchef Jens Marquardt.

Turbulenter Auftakt

Der Start verlief unter sonnigen Wetterbedingungen in der Magdeburger Börde nicht ohne Zwischenfälle. Spengler behielt beim Spurt zur engen ersten Kurve vor Paffett, Green und Werner die Führung, während Mattias Ekström stehen blieb und an das Ende des Feldes zurückfiel. Ralf Schumacher wurde im Startgetümmel von Edoardo Mortara umgedreht und rutschte im Klassement ebenfalls weit zurück. David Coulthard musste bereits nach dem ersten Umlauf als Folge einer Kollision mit Susie Wolff aufgeben und Miguel Molina mit einem Reifenschaden die Box anlaufen.

Es war mein Fehler, ich war in der ersten Kurve zu weit und Ralf hat mich wohl nicht gesehen
Edoardo Mortara

Adrien Tambay ging aufgrund von Problemen mit der Lichtmaschine mit zwei Runden Verspätung ins Rennen. Mortara konnte nach dem Startzwischenfall mit Schumacher das Tempo nicht halten, wurde nach hinten durchgereicht und strich in der sechsten Runde die Segel. "Es war mein Fehler, ich war in der ersten Kurve zu weit und Ralf hat mich wohl nicht gesehen, als ich auf die Strecke zurückgekommen bin", erklärte der Italiener. Robert Wickens und Augusto Farfus legten eine gute Startphase hin und verbesserten sich innerhalb der Top-10 um einige Positionen.

Die Spitze enteilt

An der Spitze setzen sich Spengler und Paffett rasch vom übrigen Feld ab, aber auch dahinter kam es nach der tumultartigen Startphase kaum zu Positionsverschiebungen. In der zehnten Runde stellte Rahel Frey ihren Audi mit einem Reifenschaden ab und nur wenige Umläufe später gab mit Susie Wolff auch die zweite Dame im Feld auf. Martin Tomczyk kam nicht so recht auf Touren und wurde im Kampf um die letzten Punkte von Filipe Albuquerque und Timo Scheider unter Druck gesetzt, die er nicht halten konnte.

Ein schwarzes Wochenende für Tomczyk - Foto: BMW AG

In der 13. Runde eröffneten Spengler und Green die erste Serie der Boxenstopps, Paffett zog drei Runden später nach. Ekström kämpfe sich inzwischen wieder auf den zehnten Platz nach vorne und brannte die schnellste je in Oschersleben gefahrene Runde in den Asphalt. Tomczyk gab das Rennen in der 20. Runde auf. "Es war ein Kühlerproblem, das Auto war von Anfang an nicht fahrbar und hatte keine Balance. Es passt an diesem Wochenende einfach alles zusammen, da kommt es darauf auch nicht mehr an", zeigte sich der regierende Champion frustriert.

Boxenstopps bringen keine Veränderungen

Zur Mitte des Rennens näherten sich Werner und Farfus dem auf Position drei liegenden Green an, während das Spitzenduo um mehr als zehn Sekunden enteilte. Green und Werner liefen in Runde 27 zeitgleich die Box an und verließen sie in unveränderter Reihenfolge. Zwei Runden später kam Spengler, einen weiteren Umlauf darauf zog Paffett nach. Ekström schob sich beim Reifenwechsel an Timo Scheider auf die neunte Position nach vorne und schnappte sich wenig später auch Filipe Albuquerque. Andy Priaulx gab das Rennen auf.

In den finalen Runden kam Paffett Spitzenreiter Spengler immer näher und drückte den Abstand unter eine Sekunde, konnte den Kanadier aber nicht mehr entscheidend unter Druck setzen. Auch dahinter endete das Rennen ereignislos, sodass Jamie Green vor Dirk Werner den dritten Platz eroberte. Vorjahressieger Ekström konnte nach dem schlechten Start mit Rang acht etwas Schadensbegrenzung betreiben. Dahinter sicherten sich Albuquerque und Scheider die letzten Zähler.


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