Wenn Mattias Ekström am kommenden Wochenende auf dem Hockenheimring an den Start geht, wird alles anders sein als in den Jahren zuvor. Schließlich wird auf einer 20 Prozent kürzeren Strecke gefahren, man lässt die Haarnadel-Kurve aus und das Finale ist es diesmal auch nicht. Außerdem befindet sich Audi nicht mehr wirklich im Titelkampf, auch wenn "die Hoffnung zuletzt stirbt".

"Ich denke, dass Spengler oder Di Resta die Meisterschaft gewinnen. Ich werde zwar noch darum kämpfen, aber rechnen kann ich auch", so Ekström wenige Tage vor dem Deutschland-Finale auf dem umgebauten Hockenheimring. Dort erwartet der Schwede übrigens besonders viele Gäste aus seinem Heimatland.

"Es haben sich bestimmt 60 Personen angemeldet, so viele waren es noch nie. Aber vor Adria und Shanghai ist Hockenheim die beste Gelegenheit, die DTM in diesem Jahr noch einmal zu besuchen", erläutert der zweifache DTM-Champion, der als einziger Audi-Pilot noch rechnerische Chancen auf die Titelgewinn hat.

Die hat Ekström auch nur, weil der Rennkalender im Laufe der Saison gewachsen ist. "Es wird aber noch lange dauern bis man akzeptiert, dass Hockenheim nur ein ganz normales Meisterschaftsrennen ist. Der größte Unterschied zu den bisherigen Jahren ist wohl, dass es am Sonntag keine große Party gibt."

Auf der umgebauten Strecke, die von einigen Fahrern schon unter die Räder genommen wurde, hat Ekström übrigens erst eine Runde gefahren. "Leider war ich beim Test krank", berichtet er. "Bis zu der neuen Kurve gibt es wohl kaum Windschatten, aber da kann ich mich auch täuschen. Meiner ersten Einschätzung nach wird das Überholen deutlich schwerer, denn beim Anbremsen und Einlenken ist die Strecke deutlich enger."