Mit Temperaturen um die 30 Grad außen und 60 Grad im Cockpit verspricht der Norisring für die Piloten ein Hitzerennen zu werden. "Man kann sich darauf eigentlich nicht vorbereiten. Man hat die Helmkühlung und ich versuche noch ein Getränk im Rennen dabei zu haben", verriet Mike Rockenfeller sein Geheimnis für Abkühlung. "Ich bin es aus den letzten Jahren gewohnt. Es war immer schon heiß am Norisring."
Gegen eine Klimaanlage im Audi hätte der Deutsche nichts einzuwenden. "Als Fahrer hätte man nichts dagegen, wenn es etwas kühler im Auto wäre, aber eine Klimaanlage ist im Auto nicht vorgesehen. Erstens hat man im Auto nur sehr wenig Platz, weshalb es nicht so einfach ist, eine Klimaanlage einzubauen. Zweitens weiß ich gar nicht, ob es überhaupt im Reglement erlaubt ist. Aber wenn ein Leistungsnachteil wegen der Klimaanlage besteht, dann ist sie sowieso kein Thema für einen Fahrer", erklärte Rockenfeller.
Durch die hohen Temperaturen müssen die Piloten am Wochenende auch mit möglichen Sommergewittern rechnen. "Wenn es regnet, dann kann der Norisring sehr gefährlich werden, weil sehr viel Wasser auf der Strecke steht und dann Aquaplaning-Gefahr besteht. Das hatten wir in der Vergangenheit schon im Training gesehen", sagte der Jahreswagenfahrer. Durch einen kurzen Regenschauer könnte das Rennen völlig durcheinander gewirbelt werden - gut für die Fans, schlecht für die Piloten.
Schwieriger, aber auch interessanter
"Regen macht ein Rennen schwieriger, aber auch interessanter. Für uns bedeutet Regen immer einen Reifenpoker. Die kleinsten Entscheidungen können große Auswirkungen haben, aber mal abwarten, ob wirklich Regen kommt", meinte Rockenfeller. Angesichts der schwierigen Wetterbedingungen ist es wichtig, dass die Piloten körperlich fit ins Rennen gehen. Nach dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans, wo Rockenfeller als Gesamtsieger seinen bislang größten Erfolg im Motorsport feierte, hatte er sich einen kleinen Virus eingefangen.
"Ich war letzte Woche krank, aber jetzt bin ich wieder fit. Ich habe auf Antibiotika verzichtet, weil ich genug Zeit hatte, um die Krankheit vollkommen auszuheilen", erzählte der 26-Jährige. Timo Scheider weiß wie es sich anfühlt, krank das Rennen am Norisring zu bestreiten. "Letztes Jahr hatte ich nicht die besten körperlichen Voraussetzungen, aber ich habe trotzdem die Pole Position geholt. Deshalb gehe ich dieses Jahr mit einem guten Gefühl ins Wochenende", sagte der amtierende Champion.



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