"Start, vier Kurven und Unfall." So einfach konnte David Coulthard sein drittes DTM-Rennen zusammenfassen. Natürlich wäre er lieber länger und vor allem ohne Feindkontakt gefahren, aber auch so ist der Schotte nicht übermäßig frustriert. "Ich fahre seit 26 Jahren Rennen", betont er. "Das ist nicht das erste Mal, dass ich einen Unfall auf der ersten Runde hatte." Ganz im Gegenteil: Ausgerechnet sein letztes Formel-1-Rennen in Brasilien 2008 endete bereits in der ersten Runde.

Die Kollision sieht Coulthard als normalen Rennunfall an. "So ist Racing", sagt er. Seine gute Ausgangsposition mit Platz 8 hatte er zu diesem Zeitpunkt ohne schon eingebüßt. "Ich hatte am Start zu stark durchdrehende Räder", verrät er. Wie an den ersten beiden Rennwochenenden kam er mit dem Startprozedere nicht klar. "Ich versuche noch, mich an das System zu gewöhnen."

Spiel mit der Kupplung

An Multitasking während der Fahrt ist er aus der Formel 1 gewöhnt, aber das wechselhafte DTM-Startsystem hat er noch nicht ganz durchschaut. "Aus der Box loszufahren ist kein Problem, aber ein guter Start ist schwieriger." Bislang hat er drei Starts unter Rennbedingungen und ein Dutzend bei Tests und im Training absolviert. Das reicht im Vergleich zur Konkurrenz noch lange nicht. Aber: "Übung macht den Meister."

"Es ist wie bei einem Hundertmetersprint", vergleicht Coulthard. "Wenn man einen schlechten Start hat, ist das Rennen gelaufen." In diesem Fall meint er das Rennen bis zur ersten Kurve. Sein Problem ist die Kupplung. "Sie ist jeden Tag anders." Bei einem F1-Auto sei die Kupplung jedes Mal gleich. "Hier ist je nach Temperatur der Kupplung alles anders, mal hier, mal dort." Daran muss er sich gewöhnen, es verstehen.

"In einem Straßenauto fährt man jeden Tag, also weiß man, was einen erwartet." Genau dieses Gefühl muss er für die Kupplung seiner C-Klasse entwickeln. Das gehe nicht über Nacht. "Wenn man auf Anhieb bester Starter, Qualifyer und Racer sein könnte, wäre die Meisterschaft nicht gut."