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Rallye Dakar 2021: Honda verliert Sieganwärter nach Crash

Jose Ignacio Cornejo führte die Rallye Dakar an den vergangenen drei Tagen an. Am Mittwoch musste er nach einem Sturz aufgeben.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Für Honda lief es bei der Rallye Dakar 2021 bislang nahezu perfekt. Der japanische Hersteller ist nach acht Tagessiegen durch vier verschiedene Fahrer auf den bisherigen zehn Etappen auf dem besten Weg zur Titelverteidigung. Dennoch gab es am Mittwoch einen kleinen Rückschlag: Jose Ignacio Cornejo musste nach einem Crash verletzt aufgeben.

Der Chilene war als Gesamtführender in die 10. Etappe gegangen und hatte das Tagesklassement nach einer Stunde sogar angeführt. Doch 90 Kilometer hatte Cornejo einen Unfall, der ihn körperlich ziemlich mitgenommen haben dürfte. Er stieg zwar wieder auf sein Motorrad und beendete die Etappe, doch im Biwak musste er dem Sturz Tribut zollen und aufgeben.

Wie die Dakar-Offiziellen mitteilten, begab sich Cornejo in die Obhut des medizinischen Personals und wird am Donnerstag zur vorletzten Etappe nicht antreten. Dabei lag er trotz seines massiven Zeitverlusts von 17 Minuten am Mittwoch im Gesamtklassement nur eine Minute hinter seinem führenden Teamkollegen Kevin Benavides. Honda hat somit nur noch drei Fahrer im Rennen um den Gesamtsieg.

Dakar 2021: So lief die 10. Motorrad-Etappe: (05:21 Min.)

Cornejo hatte bis zu seinem Crash seine bislang beste Rallye Dakar. Der Chilene hatte auf der 7. Etappe die Gesamtführung erobert und diese an den beiden Folgetagen mit einem Tagessieg und einem 3. Rang verteidigt. Sein Traum ist nun aber geplatzt. Die schlimmen Stürze häufen sich in der zweiten Dakar-Woche: Erst einen Tag zuvor musste KTM mit Toby Price seinen aussichtsreichsten Titelanwärter nach einem Crash, bei dem er sich ein Schlüsselbein brach, zurückziehen.

Für Jose Ignacio Cornejo war es die sechste Teilnahme bei einer Rallye Dakar. Bislang feierte er drei Etappensiege und steigerte sich in den vergangenen drei Jahren vom 10. auf den 8. und schließlich den 4. Gesamtrang im Vorjahr. Das Aus bedeutet seine zweite Aufgabe beim Rallye-Klassiker.


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