Das neue Einstiegsmodell feierte seine Premiere vor kurzem auf der Brüsseler Motor Show 2026. Produziert wird der EV2 im europäischen Kia-Werk in Zilina in der Slowakei, was nicht nur kurze Transportwege garantiert, sondern auch die klare Ausrichtung auf die Anforderungen des europäischen Marktes unterstreicht.

Kompakte Maße, markanter Auftritt

Trotz seiner überschaubaren Länge von 4,06 Metern tritt der Kia EV2 selbstbewusst auf. Verantwortlich dafür ist die markentypische Designsprache „Opposites United“, die bereits die größeren Stromer der Marke prägt. Vertikal ausgerichtete Lichtsignaturen im sogenannten „Star Map“-Design, eine stark ausgeprägte Schulterlinie sowie robuste Radläufe verleihen dem kompakten SUV eine präsente Erscheinung. Je nach Ausstattung rollt der EV2 auf 16- bis 19-Zoll-Rädern und wird in einer breiten Palette an Uni-, Metallic-, Perleffekt- und Mattlackierungen angeboten.

Kia, EV2
Foto: Kia

Offenes Interieur mit überraschendem Raumangebot

Im Innenraum verfolgt Kia einen klar funktionalen, aber zugleich wohnlichen Ansatz. Das sogenannte „Picknickkorb“-Konzept setzt auf eine offen gestaltete Kabine, bei der sich das Armaturenbrett bis in die Türverkleidungen zieht und so das Raumgefühl spürbar vergrößert. Zentrales Element ist das breite Panoramadisplay, das ein digitales Kombiinstrument und den zentralen Infotainment-Bildschirm mit jeweils 12,3 Zoll sowie einen separaten Touchscreen für die Klimasteuerung umfasst.

Kia, EV2
Foto: Kia

Zum Einsatz kommt mit ccNC Lite eine neue, abgespeckte Variante von Kias aktuellem Infotainmentsystem. Sie verzichtet zwar auf eine fest integrierte Navigation, ermöglicht jedoch über kabelloses Android Auto und Apple CarPlay weiterhin die Routenführung per Smartphone. Over-the-Air-Updates und digitale Zusatzfunktionen über den Kia Connect Store sind ebenfalls verfügbar.

Kia, EV2
Foto: Kia

Dank der E-GMP-Plattform und eines Radstands von 2.565 Millimetern bietet der EV2 ein Raumangebot, das in dieser Klasse nicht selbstverständlich ist. Besonders im Fond überzeugt der Stromer mit einer variablen Sitzkonfiguration. Optional ist eine viersitzige Variante erhältlich, bei der sich die Rücksitze separat verschieben und in der Lehnenneigung verstellen lassen. Die Beinfreiheit lässt sich so auf bis zu 958 Millimeter erweitern, während der Gepäckraum je nach Konfiguration bis zu 403 Liter fasst. Ergänzt wird das Platzangebot durch einen 15 Liter großen Frunk unter der Haube.

Kia, EV2
Foto: Kia

Zwei Batterieoptionen und alltagstaugliche Ladeleistung

Antriebsseitig bietet Kia den EV2 mit zwei Batteriegrößen an. Die Version mit 42,2 kWh ermöglicht eine Reichweite von bis zu 317 Kilometern, während die größere 61,0-kWh-Batterie nach WLTP bis zu 448 Kilometer schafft. Beide Varianten nutzen die 400-Volt-Architektur der E-GMP-Plattform und lassen sich an Schnellladestationen in rund 30 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden.

Kia, EV2
Foto: Kia

Ein besonderes Augenmerk legt Kia auf das Laden mit Wechselstrom. Optional unterstützt der EV2 bereits zum Marktstart eine Ladeleistung von bis zu 22 kW, was im europäischen Alltag mit seiner starken AC-Infrastruktur einen spürbaren Vorteil darstellt. Ergänzend stehen Funktionen wie Plug & Charge, ein intelligenter EV-Routenplaner sowie Vehicle-to-Load zur Verfügung. Darüber hinaus ist der EV2 technisch auf bidirektionales Laden vorbereitet, sofern die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist.

Kia, EV2
Foto: Kia

Assistenzsysteme auf Oberklasse-Niveau

Trotz seiner Positionierung als Einstiegsmodell bietet der EV2 eine Vielzahl moderner Assistenz- und Komfortsysteme. Dazu zählen unter anderem der Autobahnassistent der zweiten Generation, weiterentwickelte Notbrems- und Abstandsassistenten, ein aktiver Totwinkelassistent mit Monitoranzeige sowie eine Rundumsichtkamera. Besonders bemerkenswert ist die Möglichkeit, das Fahrzeug per Smart Key von außen ein- und auszuparken – eine Funktion, die in diesem Segment bislang kaum zu finden ist.