Land Rover plant, sein Portfolio um ein kompaktes, vollelektrisches SUV zu erweitern – ein „Baby Defender“, das voraussichtlich 2027 auf den Markt kommt. Dieses Modell soll die Einstiegsklasse der Defender-Reihe bilden und dabei die markentypische Geländetauglichkeit mit urbaner Alltagstauglichkeit verbinden. Erste Vorserienfahrzeuge seien nun bei Testfahrten gesichtet worden, wie die britische Autocar berichtet.

Kompakte Abmessungen für urbane Abenteuer

Der neue Defender wird auf der Electric Modular Architecture (EMA) basieren, einer Plattform, die speziell für Elektrofahrzeuge entwickelt wurde. Mit einer Länge von etwa 4,6 Metern, einer Breite von rund 2 Metern und einer Höhe von weniger als 1,8 Metern wird das Fahrzeug kompakter sein als der aktuelle Defender (je nach Version), was es besonders für den Stadtverkehr geeignet macht. Die EMA-Plattform ermöglicht eine 800-Volt-Architektur mit Schnellladefähigkeit bis zu 350 kW, was kurze Ladezeiten und eine hohe Reichweite versprechen.

Das Gegenteil zu kompakt: Der Defender 130, Foto: Land Rover
Das Gegenteil zu kompakt: Der Defender 130, Foto: Land Rover

Design mit Defender-Genen

Optisch wird der „Baby Defender“ die charakteristischen Merkmale der Defender-Familie aufgreifen: Kantige Linien, eine markante Frontpartie und robuste Proportionen. Allerdings wird das Design kompakter und straßentauglicher ausfallen, um den urbanen Anforderungen gerecht zu werden. Der Fokus liegt auf einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Geländetauglichkeit und Komfort für den täglichen Gebrauch.

Land Rover, Defender, Octa
Auch der Baby-Defender soll die Offroad-Gene der Marke erhalten, Foto: Land Rover

Elektrische Performance für Offroad-Fans

Trotz seiner kompakteren Größe wird der Defender Sport die legendäre Offroad-Fähigkeit der Marke bewahren. Die EMA-Plattform ist darauf ausgelegt, hohe Effizienz und Leistung zu bieten, was sich in einer beeindruckenden Drehmomentdichte und einer Reichweite von über 700 Kilometern niederschlagen könnte. Diese Werte würden den kleinen Defender zu einem ernstzunehmenden Geländewagen machen, der auch auf langen Strecken überzeugt.

Strategische Erweiterung der Modellpalette

Mit der Einführung des Defender Sport verfolgt Land Rover eine klare Strategie: Die Marke soll in vier eigenständige Produktlinien unterteilt werden – Jaguar, Discovery, Range Rover und Defender. Der Defender Sport wird dabei die Lücke zwischen den größeren Modellen der Defender-Reihe und den anderen Marken füllen, indem er ein kompaktes, elektrisches SUV mit den typischen Defender-Eigenschaften bietet.

Land Rover, Defender, Octa
Innenraum des Defender. Wie das Innere des Baby-Defender aussehen wird, wissen wir noch nicht, Foto: Land Rover

Ausblick: Marktstart und Preisgestaltung

Der Marktstart des Defender Sport ist für 2027 geplant. Obwohl noch keine offiziellen Preise bekannt sind, wird erwartet, dass das SUV ab der 40.000-Euro-Grenze starten wird. Damit könnte der Defender Sport für eine breitere Käuferschicht zugänglich werden, die ein kompaktes, elektrisches SUV mit Geländetauglichkeit sucht.