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Neuer Porsche 911 GT3 RS auf Nordschleife 24 Sekunden schneller

Nach dem 918 Spyder und dem 911 GT2 RS knackt nun auch der Porsche 911 GT3 RS die 7-Minuten-Marke auf der Nordschleife.
von Christian Menath
Onboard: Porsche 911 GT3 RS fährt Nordschleife in 6:56 Minuten: (07:20 Min.)

Die Rundenzeit auf der Nürburgring Nordschleife ist für viele Auto-Fans wichtiger als PS-Zahlen oder Beschleunigungswerte. Entsprechend veröffentlich Porsche bei neuen Supersportwagen nicht nur die Leistungsdaten, sondern auch die Nordschleifen-Zeit.

Mit dem neuen 911 GT3 RS knackten die Zuffenhausener nun bereits mit dem dritten Modell die Schallmauer von sieben Minuten. Der stärkste 911er mit Saugmotor benötigte für die übliche 20,6-Kilometer-Variante 6:56,4 Minuten und war damit sogar schneller als das Hypercar des eigenen Hauses, der Porsche 918 Spyder.

Während der 918 Spyder mit seinem Hybrid-Antrieb auf 887 PS Systemleistung kommt, begnügt sich der 911 GT3 RS mit 520 Sauger-PS. Trotzdem fuhr der GT3 RS nahezu die identische Rundenzeit, das Hypercar war 0,6 Sekunden langsamer.

Schneller als der GT3 RS ist aus Porsches Portfolio nur der 911 GT2 RS. Der Supersportwagen holt aus seinem Turbomotor satte 700 PS und fuhr mit 6:47,3 Minuten noch einmal deutlich schneller.

Mit 6:56,4 Minuten war der neue 911 GT3 RS satte 24 Sekunden schneller als sein direkter Vorgänger. "Kein anderes Modell von Porsche ist so nah am Rennsport wie der neue GT3 RS", sagte Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge.

Am Steuer saß bei der Rekordrunde Porsche-Werksfahrer Kévin Estre. Entwicklungsfahrer Lars Kern war auf seinen Versuchen nicht entscheidend langsamer. "Alle vier Rundenzeiten beider Fahrer lagen unterhalb von sieben Minuten und nur wenige Zehntel auseinander. Das beweist nicht nur die extreme Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs, sondern auch die außergewöhnlich gute Fahrbarkeit des GT3 RS im Grenzbereich", freut sich Andreas Preuninger, Gesamtprojektleiter GT-Straßenfahrzeuge.

Porsche 911 GT3 RS: Wenig Leistung und trotzdem schnell

"Damit haben wir den Beweis angetreten, dass mit einem perfekt abgestimmten Gesamtsystem sportliche Höchstleistungen auch mit vergleichsweise moderater Motorleistung möglich sind", freut sich Preuninger. Mit seinen 520 PS ist der 911 GT3 RS für heutige Standards für einen Supersportwagen tatsächlich fast untermotorisiert.

Rennfahrer Estre zeigte sich anschließend begeistert: "Diese Runde war eine sensationelle Erfahrung für mich. Vor allem in den schnellen Kurven und beim Bremsen ist der GT3 RS unglaublich nah dran an unserem Rennwagen GT3 R, was auch an der neuen Generation profilierter Straßensportreifen liegt." Die Runden wurden auf einem straßenzugelassenen Michelin Pilot Sport Cup 2 R Reifen gefahren.

"Auch der Motor des GT3 RS gefällt mir richtig gut", so Estre. "Bis zu 9.000 Umdrehungen pro Minute aus dem Sechszylinder fühlen sich fantastisch an. Der Klang ist ein Traum und das Drehmoment gewaltig."

Technische Daten Porsche 911 GT2 RS vs. GT3 RS

911 GT2 RS 911 GT3 RS
Motor-Bauart Sechszylinder-Boxer mit Biturbo-Aufladung Sechszylinder-Boxer-Saugmotor
Hubraum 3,8 Liter 4,0 Liter
Bohrung/Hub 102,0 mm/ 77,5 mm 102 mm/ 81,5 mm
Leistung 700 PS bei 7000 1/min 520 PS bei 8250 1/min
Drehmoment 750 Nm bei 2500-4000 1/min 470 Nm bei 6000 1/min
Drehzahl 7200 1/min 9000 1/min
Antrieb Hinterrad Hinterrad
Getriebe 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe
Gewicht 1470 kg 1430 kg
Höchstgeschwindigkeit 340 km/h 312 km/h
0-100 km/h 2,8 s 3,2 s
0-200 km/h 8,3 s 10,6 s
Preis 285.220 Euro 195.137 Euro

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