Jules Gounon hat an diesem Wochenende alle Hände voll zu tun: Vor allem konzentriert sich der Franzose auf den WEC-Saisonauftakt in Imola, wo er für Alpine in der letzten Saison des Autobauers vor dem angekündigten Werksausstieg antritt. Mit einem Auge hat Monsieur Gounon aber sicherlich auch das Treiben am Nürburgring im Blick, wo seine Mercedes-AMG-Teamkollegen Max Verstappen und Lucas Auer parallel die 24h Qualifiers bestreiten.
"Mein Fokus liegt auf Imola", sagte der Alpine-Werksfahrer. "Wenn du ein Hypercar in der WEC fährst, hast du einfach viele Meetings." Da das erste Quali-Rennen in der Eifel heute von 17:30 bis 21:30 Uhr über die Bühne geht, kann Gounon aber sicherlich nebenbei ein bisschen Livestream schauen - das WEC-Qualifying steigt bereits um 14:15 Uhr und ist längst vorbei, wenn es am Ring rundgeht.
Gouons verrückter Tag: Morgens DTM, nachmittags WEC
Nur am Sonntag wird es schwierig für den 31-Jährigen, weil die WEC und die 24h Qualifiers zeitglich um 13:00 Uhr in ihre Rennen starten. Dass Gounon aber durchaus Multitasking-fähig ist, hatte er erst zu Beginn dieser Woche unter Beweis gestellt: Am Dienstagmorgen saß er noch im Cockpit seines Winward-Mercedes und drehte Runden beim DTM-Test auf dem Red Bull Ring. Mit der vorläufigen Bestzeit im Gepäck verabschiedete er sich in der Mittagspause und düste per Privatflieger nach Imola zum WEC-Test, um noch am Nachmittag in den Alpine zu klettern!
"Das war ein verrückter Tag", sagte Gounon zu Motorsport-Magazin.com. "Ich hatte einen tollen Morgen bei der DTM. Dann wurde ein Flieger gemietet, damit ich nach Imola fliegen kann. Ziemlich cool! Es war auch spannend, zu sehen, wie schnell man sich als Fahrer an unterschiedliche Autos anpassen kann. Und ich muss sagen, dass sich die ersten Runden im Alpine etwas schneller anfühlten als am Morgen in Österreich..."
Gounon verrät: Das ist das Außergewöhnlichste bei Verstappen
Der geschäftige Gounon muss nicht mehr allzu lange warten, bis er wieder auf Nürburgring-Kollege Verstappen trifft: Vom 14. bis 17. Mai 2026 wartet mit den 24 Stunden das gehypteste Rennen des Jahres. Gounon und Verstappen wechseln sich am Steuer mit Lucas Auer und Daniel Juncadella ab, der an diesem Wochenende in Imola sein WEC-Hypercar-Debüt mit Genesis Magma Racing gibt.
"Für mich ist es eine tolle Gelegenheit, Rennen mit Max zu fahren", sagte Gounon. "Wenn du die Chance hast, mit einem viermaligen Formel-1-Weltmeister das Auto zu teilen, ist das außergewöhnlich. Das Außergewöhnlichste für mich ist aber, zu sehen, dass Max genauso viel Leidenschaft für den Motorsport empfindet wie wir anderen auch. Manchmal sind Formel-1-Fahrer sehr fokussiert auf die F1, aber Max verfolgt jegliche Arten des Motorsports. Der schaut GT3, GT4, Porsche-Cup, alles!"

Auch fahrerisch zeigte sich Gounon durchaus beeindruckt vom 'GT3-Novizen' Verstappen, der kaum Anlaufzeit benötigte, um den Mercedes-AMG GT3 zügig über die Nordschleife zu pilotieren: "Fahrerich muss ich ihm gar nichts beibringen. Es kam an und war direkt bei der Pace. Max versteht, wie diese Art Racing funktioniert." Bei NLS2 überquerten Verstappen, Gounon und Juncadella die Ziellinie als Erste, wurden aber nachträglich disqualifiziert.
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