Überraschung beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (14.-17. Mai 2026): Das Team Winward Racing kehrt dieses Jahr mit einem Mercedes-AMG GT3 zum Eifel-Klassiker zurück. Möglich macht es eine Kooperation mit dem Schmierstoffhersteller Ravenol, mit dem die Winward-Mannschaft bereits in der DTM zusammenarbeitet und der 2026 sein 80-jähriges Bestehen feiert.

Der Winward-Mercedes erhält dazu passend die Startnummer #80 und fährt in einem Design, das an die Folierung von Maro Engels Mercedes-AMG GT3 aus der DTM angelehnt ist. Winward Racing unter der Leitung von Teamchef Christian Hohenadel plant die Teilnahme an sechs NLS-Läufen sowie beim Highlight auf der Nordschleife, dem 24h-Rennen Nürburgring.

Winward Racing beim 24h-Rennen Nürburgring
Winward-Mercedes-AMG GT3 für das 24h-Rennen Nürburgring 2026, Foto: Winward Racing

Winward Racing und Ravenol: Mehrjährige Partnerschaft

Welche Fahrer auf dem werksunterstützten Mercedes-AMG GT3 von Winward Racing zum Einsatz kommen werden, ist noch nicht bekannt. "Mit Ravenol verbindet uns eine gewachsene und vertrauensvolle Partnerschaft, die nun gemeinsam mit unserem Performance-Team Winward Racing auch auf der größten Bühne des Langstreckensports am Nürburgring sichtbar wird", sagt Christoph Sagemüller, Leiter Mercedes-AMG Motorsport.

Die Rede ist von einer mehrjährigen Zusammenarbeit, was effektiv bedeuten würde: 2026 geht Winward Racing noch mit dem in die Jahre gekommenen, aber etablierten Mercedes-AMG GT3 an den Start. 2027 könnte die Truppe aus Altendiez dann aber den künftigen GT3-Nachfolger einsetzen, der aktuell in Affalterbach entwickelt wird.

Winward Racing beim 24h-Rennen Nürburgring
Winward-Mercedes-AMG GT3 für das 24h-Rennen Nürburgring 2026, Foto: Winward Racing

Ein Mercedes mehr für das 24h-Rennen Nürburgring

Mercedes-AMG dürfte die Team-Unterstützung durch Ravenol gelegen kommen: Beim letztjährigen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gingen nur drei GT3-Fahrzeuge von GetSpeed und Schnitzelalm an den Start - halb so viele wie noch 2024. Nach dem Wechsel von HRT zu Ford hatte der Hersteller zunächst keinen adäquaten Nachfolger für die Nordschleife präsentieren können.

Winward Racing baut sein Motorsport-Engagement mit dem Nordschleifen-Einsatz zusätzlich aus: Das Team engagiert sich zudem in der DTM, in der GT World Challenge sowie in der US-amerikanischen IMSA-Meisterschaft. In den Vereinigten Staaten verteidigte Winward 2025 den Titelgewinn in der GTD-Kategorie.

Der letzte Sieg eines Mercedes-AMG beim 24h-Rennen Nürburgring liegt eine ganze Weile zurück: Zuletzt setzte sich anno 2016 (!) das Team Black Falcon mit Bernd Schneider, Maro Engel, Manuel Metzger und Adam Christodoulou durch. Das Mercedes-Team HTP - heute als Winward Racing bekannt - belegte den zweiten Platz, damals saß der heutige Teamchef Hohenadel noch als Fahrer am Steuer.