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24 h Nürburgring - 24h Nürburgring: Rekorde, Zahlen, Statistiken

Zahlenspiele zur 24h-Hatz durch die Grüne Hölle

Das 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife ist eines für die Rekordbücher. Die wichtigsten Zahlen, Rekorde und Statistiken kompakt:
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24h Nürburgring: Die Rekordsieger

Die Rekordsieger bei den Fahrern: Gleich drei Fahrer teilen sich beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring die Ehre des Rekordsiegers mit fünf Triumphen. Als Erster in diese Riege aufgestiegen war Marcel Tiemann im Jahre 2009. Tiemann siegte 2003 im umgebauten DTM-Astra von Opel und danach von 2006 bis 2009 vier Mal im Folge auf dem Manthey-Porsche. Pedro Lamy zog 2010 allerdings nach.

Der Portugiese holte sich zunächst auf der Zakspeed-Viper in den Jahren 2001 und 2002 den Gesamtsieg. Danach stand er drei Mal für BMW auf der obersten Stufe des Siegerpodestes, 2004, 2005 und 2010. Timo Bernhard hält ebenfalls bei fünf Siegen, die er allesamt mit dem Manthey-Porsche einfuhr. Zusammen gewann das Gespann Bernhard-Manthey-Porsche in den Jahren 2006 bis 2009 sowie 2011.

Timo Bernhard und Marcel Tiemann dominierten über Jahre mit dem Manthey-Porsche - Foto: Sutton
Pos.FahrerAnzahlJahre
1. Pedro Lamy 5 2001-'02, 2004-'05, 2010
Marcel Tiemann 2003, 2006-'09
Timo Bernhard 2006-'09, 2011
2. Fritz Müller 4 1976-'78, 1981
Marc Duez 1992, 1995, 1998-'99
Peter Zakowski 1997, 1999, 2001-'02
Romain Dumas 2007-'09, 2011
Marc Lieb 2007-'09, 2011
3. Hans-Joachim Stuck 3 1970, 1998, 2004
Herbert Hechler 1976-'78
Klaus Ludwig 1982, 1987, 1999
Markus Winkelhock 2012, 2014, 2017

Die Rekordsieger bei den Herstellern: 44 Mal wurde das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring bisher ausgetragen, zwei Hersteller haben seitdem Gesamtsiege im zweistelligen Bereich eingefahren. BMW führt in dieser Statistik unangefochten mit 19 Triumphen in der Grünen Hölle. Den ersten Sieg fuhr man dank Hans-Joachim Stuck und Clemens Schickentanz bereits bei der Premiere im Jahre 1970 ein, zuletzt siegten Müller / Farfus / Alzen / Lamy 2010 für die Bayern.

Auf Platz zwei in der Siegstatistik folgt Porsche mit elf Siegen. Fast die Hälfte davon entfällt auf die Zeit der Manthey-Dominanz auf der Nordschleife. Zwischen 2006 und 2011 gewann die Truppe nämlich fünf von sechs Rennen. Dazu kommen für die Zuffenhausener Triumphe in den Jahre 1976 bis 1978, 1988, 1993 und 2000. Ebenfalls Gesamtsiege eingefahren haben Ford (5), Audi (4), die Chrysler-Viper (3), Mercedes (2) und Opel (1).

BMW drückte dem Rennen lange Zeit seinen Stempel auf - Foto: 24h Media
Pos.MarkeAnzahlJahre
1. BMW 19 1970-'73, 1984-'86, 1989-'92, 1994-'98, 2004-'05, 2010
2. Porsche 11 1976-'78, 1988, 1993, 2000, 2006-'09, 2011
3. Ford 5 1979-'82, 1987
4. Audi 4 2012, 2014-'15, 2017
5. Chrysler 3 1999, 2001-'02
6. Mercedes 2 2013, 2016
7. Opel 1 2003

24h Nürburgring: Die Rekord-Finishes

Die knappsten Zieleinläufe: Ein Blick auf die Ergebnislisten der letzten Jahre verrät: Im Kampf um den Gesamtsieg geht es immer enger zu. Kein Wunder also, dass die Rennen der letzten drei Jahre die engsten Finishes in der Geschichte des 24-Stunden-Rennens lieferten. 2016 trennten die beiden Mercedes-AMG GT3 an der Spitze gerade einmal 5,697 Sekunden. Im Jahr zuvor wurde schon mit 40,729 Sekunden eine bis dato neue Rekordmarke aufgestellt. 2017 waren es am Ende gut 29 Sekunden. Auch 1993 betrug der Abstand zwischen P1 und P2 weniger als eine Minute.

24h Nürburgring 2016: Das unfassbare Finish: (13:36 Min.)

Pos.JahrSiegerVorsprung
1. 2016 Schneider / Engel / Christodoulou / Metzger (Mercedes-AMG GT3) 5,697 sec
2. 2017 Mies / De Phillippi / Winkelhock / Van Der Linde (Audi R8 LMS) 29,418 sec
3. 2015 Mies / Sandström / Müller / Vanthoor (Audi R8 LMS) 40,729 sec
4. 1993 De Azevedo / Konrad / Wirdheim / Katthöfer (Porsche Carrera) 53,200 sec
5. 1971 Von Hohenzollern / Pankl (BMW 2002) 1:12.750 min
6. 2013 Schneider / Bleekemolen / Edwards / Thiim (Mercedes SLS AMG GT3) 2:39.781 min

Die größten Abstände: Natürlich gibt es auch Jahre, in denen ein Team Kreise um seine Gegner gefahren ist. Den Rekord für den größten Abstand zwischen Sieger und Zweitplatziertem teilen sich zwei Jahre: 1995 und 2001. In ersterer von beiden Ausgaben setzte BMW als einziger Hersteller ein Werksteam ein, entsprechend war die versammelte Gegnerschaft leichte Beute für die Bayern. Ähnlich verhielt es sich 2001. Diese Ausgabe fiel in die Hochphase der Zakspeed-Viper auf dem Nürburgring.

Die Zakspeed-Viper fuhr 2001 alles in Grund und Boden - Foto: Sutton

Pos.JahrSiegerVorsprung
1. 1995 Ravaglia / Duez / Burgstaller (BMW 320i) 8 Runden
2. 2001 Zakowski / Bartels / Lamy (Chrysler Viper GTS-R) 8 Runden
3. 1990 Heger / Winkelhock / Schmickler (BMW M3 E30) 7 Runden

24h Nürburgring: Die Rekordgrids

Die meisten Starter: Die Rekordmarke wurde 2007 aufgestellt, als sage und schreibe 224 Fahrzeuge an den Start gingen. Dies war der Höhepunkt des Booms auf der Nürburgring-Nordschleife, denn das Reglement gewährte damals fast jedem Fahrzeug eine Startberechtigung. Die Regelhüter haben jedoch reagiert und einigen Startern die Teilnahmeerlaubnis verweigert. Der Rekordwert von damals dürfte also noch etwas Bestand haben, denn aktuell ist das Starterfeld auf 190 Autos limitiert.

Die wenigsten Starter: In den 1970er-Jahren befand sich das Rennen in einer tiefen Krise. Hohe Kosten und die Ölpreis-Krise sorgten dafür, dass das 24-Stunden-Rennen 1974 und 1975 nicht stattfinden konnte. Als man für 1976 das Konzept überarbeitete und den Termin einmalig in der Geschichte auf einen September legte, wagten 91 Besatzungen eine Teilnahme - bis heute Minusrekord. Dass die Arbeit der damaligen Organisatoren Früchte trug, zeigte aber der Aufwärtstrend bei den Starterzahlen in den kommenden Jahren.

24h Nürburgring 2007: Die Highlights des Rennens: (05:05 Min.)

24h Nürburgring: Die Rekorddistanzen

Die Rennen der letzten Jahre zeigen zwei deutliche Trends auf: Nicht nur, dass das Rennen erstens immer enger und hochkarätiger wird, sondern auch zweitens immer schneller. Die aktuelle Rekordmarke in Sachen zurückgelegte Kilometer wurde 2014 aufgestellt, als der siegreiche Audi 159 Mal die Nürburgring-Nordschleife umrundete. Umgerechnet ergibt das eine Distanz von 4035,102 Kilometern. Dicht dahinter liegen die Ausgaben von 2011 und 2015 mit einer Siegerdistanz von 156 Runden. Auf Platz drei folgen die Jahre 2009 und 2012 mit jeweils einem Umlauf weniger.

Pos.JahrSiegerRundenKilometer
1. 2014 Haase / Mamerow / Rast / Winkelhock (Audi R8 LMS) 159 4035,102
2. 2017 Mies / De Phillippi / Winkelhock / Van Der Linde (Audi R8 LMS) 158 4009,724
3. 2011
2015
Bernhard / Lieb / Dumas / Luhr (Porsche 911 GT3)
Mies / Sandström / Müller / Vanthoor (Audi R8 LMS)
156 3958,968
5. 2009
2012
Bernhard / Lieb / Dumas / Tiemann (Porsche 911 GT3)
Basseng / Haase / Stippler / Winkelhock (Audi R8 LMS)
155 3933,590

2014 legte der siegreiche Phoenix-Audi über 4.000 Kilometer zurück - Rekord - Foto: Patrick Funk

24h Nürburgring: Die Rekordteilnehmer

Volker Strycek: Rekordstarter bei der 24h-Hatz durch die Grüne Hölle ist Opel-Urgestein Volker Strycek. Der erste Champion der DTM-Geschichte ging sage und schreibe bei 40 der bisher 45 Ausgaben des 24-Stunden-Rennens an den Start. Seit 1976 hat Strycek nur ein 24h-Rennen verletzungsbedingt verpasst, 1994 war das. 2003 holte Strycek seinen und Opels einzigen Gesamtsieg. Strycek teilte sich einen umgebauten DTM-Astra mit Manuel Reuter, Timo Scheider und Marcel Tiemann. Zudem pilotiert er seit vielen Jahren den legendären Fuchsschwanz-Manta über die Nordschleife. Parallel dazu startete Strycek 2016 und 2017 gemeinsam mit Sohn Robin und Tochter Lena auf einem Opel Astra OPC.

Volker Strycek ist Rekordstarter beim 24h-Rennen - Foto: Opel-Blog

Uwe Reich: Auf Platz zwei in der Rekordstarter-Statistik folgt der Solinger Uwe Reich. Reich kann immerhin auf 35 Starts zwischen 1972 und 2012 zurückblicken. Bei zwei seiner Starts konnte Reich immerhin Klassensiege einfahren: 1976 auf einem Toyota Celica GT und 1986 mit einem Audi 80. Sein offizielles Karriereende gab Reich, der auch auf drei DTM-Starts zurückblicken kann, erst im Frühjahr 2017 bekannt.

Paul Hulverscheid: Ein weiterer Nordschleifen-Veteran reiht sich auf Rang drei ein: Paul Hulverscheid. Er nahm insgesamt an 28 Ausgaben des 24h-Rennens zwischen 1976 und 2008. Dabei schaffte Hulverscheid vier Klassensiege: 1979 mit einem Fiat 128, 1989 mit einem Opel Kadett, 2003 mit einem BMW M3 und 2005 mit einem Porsche 911. Im Sommer 2009 erlag Hulverscheid, der auch vier Mal VLN-Gesamtsieger wurde, einem plötzlichen Herzinfarkt.


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