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Formel 1 - Bahrain-Test: Die wichtigsten Antworten

Ab in die Wüste

Motorsport-Magazin.com liefert die wichtigsten Antworten vor den Testfahrten in Bahrain.
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Motorsport-Magazin.com - Bis in Australien der Startschuss für die neue Formel-1-Saison fällt, stehen noch zwei weitere Testfahrten auf dem Plan. Vom 19. bis 22. Februar macht der Formel-1-Tross in Bahrain Station, wo auch die finalen Testfahrten eine Woche später (27. Februar bis 2. März) steigen.

1. Warum wird in Bahrain zwei Mal getestet?

Keine Spur von Winter - Foto: Sutton

Die Formel 1 kehrte Barcelona den Rücken und schlägt 2014 die Zelte zwei Mal in Bahrain auf. Der Grund: Spanien war in der Vergangenheit nicht gefeit vor winterlichen Wetterverhältnissen, sodass tiefe Temperaturen und Regenfälle auf der Tagesordnung standen - alles andere als optimale Bedingungen für die Teams in dieser wichtigen Vorbereitungsphase.

Neben Bahrain standen auch Abu Dhabi und Dubai zur Auswahl, letztlich fiel die Wahl auf den Bahrain International Circuit in Sakhir. "Abu Dhabi ist kein guter Kurs für Testfahrten und Dubai ist eine Mickey-Maus-Strecke", erklärte Martin Whitmarsh die Gründe für die Bahrain-Entscheidung.

2. Welche Teams nehmen an den Testfahrten in Bahrain teil?

In Bahrain werden erstmals in dieser Saison alle elf Teams auf die Strecke gehen. Beim Testauftakt im südspanischen Jerez vom 28. bis 31. Januar fehlte Lotus. Der Rennstall spulte erst in der Woche darauf zwei Filmtage auf dem Kurs in Jerez de la Fontera ab. Da bei Promo-Events keine offiziellen Pirelli-Reifen verwendet werden dürfen, war Lotus-Pilot Pastor Maldonado auf Showreifen unterwegs. "Wir freuen uns jetzt auf unseren offiziellen Saisonauftakt in Bahrain, wo wir endlich das wahre Potential unseres Autos testen können", hieß es seitens Lotus.

3. Wer testet an welchem Tag?

Die Teams dürfen an jedem Testtag zwar nur ein Auto einsetzen, die Fahrer können jedoch wechseln. In den meisten Fällen werden die Teams ihren Einsatzpiloten zwei volle Testtage zur Verfügung stellen.

Team Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag
Red Bull Vettel Vettel Ricciardo Ricciardo
Mercedes Hamilton Rosberg Hamilton Rosberg
Ferrari Alonso Alonso Räikkönen Räikkönen
Lotus Grosjean Grosjean Maldonado Maldonado
McLaren Magnussen Magnussen Button Button
Force India Hülkenberg Hülkenberg Perez Perez
Sauber Sutil
Williams Massa
Toro Rosso Kvyat Vergne Kvyat Vergne
Marussia Bianchi Chilton Chilton Bianchi
Caterham Frijns Kobayashi Ericsson Kobayashi

4. Warum ist der Bahrain-Test für RBR so wichtig?

Vettel hofft auf problemfreie Testtage - Foto: Sutton

Der Serienweltmeister verbrachte den Großteil der viertätigen Tests in Spanien in der Boxengasse - am Ende standen für Sebastian Vettel und Teamkollege Daniel Ricciardo 21 Runden auf dem Circuito de Jerez zu Buche. Teamchef Christian Horner hofft, dass Motorenpartner Renault seine Schwierigkeiten ausgeräumt hat und somit einem regulären Fahrbetrieb in Bahrain nichts im Wege steht. "Der Bahrain-Test ist wichtig und deshalb arbeitet jeder bei Renault und in Milton Keynes hart", betonte Horner und fügte hinzu: "So eine Woche wie in Jerez wollen wir nicht noch einmal erleben." Das ist nur allzu verständlich, wenn man sich die Statistik von Jerez ansieht. Mit 92 gefahrenen Kilometern fand sich Red Bull auf dem letzten Platz wieder, selbst Marussia schaffte es trotz zwei verpasster Testtage auf 132 Kilometer.

5. Warum gab es bereits im Dezember einen Test mit der neuen Reifengeneration?

Pirelli pochte schon während der abgelaufenen Saison auf zusätzliche Tests. Der ursprüngliche Plan sah vor, nach dem Saisonfinale in Brasilien mit nur einem Team zu testen. Eine Idee, die auf wenig Gegenliebe stieß, da die Teams eine Bevorzugung befürchteten. Somit stellte Pirelli allen Teams beim Saisonfinale in Brasilien Sätze der neuen Reifengeneration zur Verfügung. Das schlechte Wetter während des Freien Trainings verhinderte allerdings deren Einsatz. Im Dezember wurde schließlich in Bahrain die neue Reifengeneration für 2014 vorab getestet, um kein erneutes Reifendebakel zu erleben. Den genauen Ablauf des Tests kennt nur Pirelli, auch die generierten Daten gingen ausschließlich an den Reifenausrüster.


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